Wie findest Du Deine musikalische Stimme, Martin Rössler? – Folge 18

Shownotes

Wie entsteht eigentlich eine eigene musikalische Stimme?

In dieser Folge des Jazz Life Podcasts sprechen wir mit Martin Rössler – Jazzpianist, langjähriger Jazz-Schüler von Anja und evangelischer Pastor. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie Persönlichkeit, Erfahrung, Tradition und Kreativität zusammenwirken, wenn wir improvisieren und Musik machen.

Dabei wird schnell deutlich: Die eigene musikalische Stimme findet man nicht durch das Kopieren anderer Musiker, sondern indem man lernt, die eigene Persönlichkeit immer stärker in die Musik einfließen zu lassen. Martin spricht darüber, wie sich sein Zugang zur Improvisation im Laufe der Jahre verändert hat, warum Vorbereitung und Freiheit keine Gegensätze sind und weshalb gute Improvisation oft eine Balance aus Struktur, Fantasie und Intuition braucht.

Außerdem sprechen wir über:

- Die Suche nach der eigenen musikalischen Persönlichkeit
- Warum Jazz immer zwischen Tradition und Erneuerung steht
- Die Rolle von Fantasie und Bildern beim Improvisieren
- Was wir von Pat Metheny und Keith Jarrett lernen können
- Warum unterschiedliche Persönlichkeiten auch unterschiedlich improvisieren
- Wie Martins musikalische und spirituelle Welt zusammengefunden haben
- Den Mut, der nötig ist, um der eigenen Stimme Raum zu geben

Eine tiefgründige Folge über Jazz, Kreativität, Persönlichkeit und die Frage, wie wir musikalisch immer mehr wir selbst werden können.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Und seitdem ich unter deiner Anleitung auch zum Beispiel andere Skalen, also z.B.

00:00:04: Pentatonik so ein bisschen mehr eingeübt habe, spiele ich auch ganz andere Linien.

00:00:09: Man

00:00:10: spielt was man übt ja?

00:00:11: Es überkommt einen... Man macht eine Erfahrung die man nicht selbst hundertprozentig steuern kann.

00:00:16: und wenn man lang genug darüber nachdenkt und irgendwie ein bisschen Transpendenz affin ist dann kann man das ruhig auch schon religiös nennen.

00:00:27: Willkommen zum Jazz-Live Podcast.

00:00:29: Ich bin

00:00:30: Anja Moab hier, Nistin und ich bin Florence Harvison

00:00:32: als Achsenfest.

00:00:33: Wir unterstützen erwachsene Musik begeistert der Reihe Erfolgenreich mit Struktur und viel Spaß Jazz

00:00:39: zu lernen.

00:00:41: Und in diesem Podcast lassen wir dich teilhaben an wertvollen Erkenntnissen und Erlebnisse Denn ein Leben ohne Jazz ist nötig.

00:00:48: Aber es sieht los.

00:00:54: Heute Martin Rösler zu Gast im Jazz Live Podcast!

00:00:58: Wir freuen uns sehr.

00:00:59: Hallo Martin.

00:01:00: Hallo, ich freue mich auch sehr.

00:01:01: Super!

00:01:01: Sehr schön, Martin wir kennen uns

00:01:05: ja schon lange.

00:01:06: Magst du gut erzählen

00:01:10: was du machst?

00:01:11: Ja also was ich mache.

00:01:12: diese Frage die bezieht sich ja meistens auf den Beruf und die Frage Beruf und Hobby ist ja etwas was ihr auch in eurem Podcast immer mal wieder streift.

00:01:22: Wenn die Frage, was ich mache, sich auf meinen Beruf bezieht, dann kann ich ganz leicht antworten.

00:01:26: Ich bin evangelischer Pastor und dann kommt aber meistens zur Rückfrage wo denn?

00:01:31: Und dann sage ich immer dazu nicht in einer Kirchengemeinde schon seit vielen Jahren sondern der nächste größeren Organisationseinheit der Evangelischen Kirche das heißt bei uns im Hamburg-Kirchenkreis und da habe ich eine Fahrstelle, die heißt Theologische Referent Gegenkreis leiten bei ihrer Arbeit.

00:01:49: Ich begleite und unterstütze Leitungsgremien, ich mache Fortbildung für Mitarbeitende und gelegentlich mache auch eine kleine Anlacht und Gottesdienste

00:01:57: auch

00:01:57: noch.".

00:01:58: Okay also du bist zwar quasi in einer helfenden Position, also in der Dachorganisation aber du machst auch selber... Du hältst auch selber Gottesdienst anlachten und so was?

00:02:08: Also du bist sozusagen auch Ausführten Positionen, beim Bodenpersonal quasi.

00:02:14: Ja also eher weniger aber hin und wieder schon auch.

00:02:17: Super!

00:02:18: Und du bist Jazz-Bianist?

00:02:20: Genau ich bin.

00:02:22: so viel zum Thema Beruf und Hobby.

00:02:23: mein Hobby ist die Musik und ich bin seit glaube ich von über zehn Jahren.

00:02:28: zwölf Jahren also.

00:02:29: meine.

00:02:29: ersten Klavierunterricht habe ich glaube ich neunzeigundsechzig bekommen und den ersten Jazz Unterricht habe mich in München erhalten Voran gearbeitet und jetzt

00:02:42: bin ich hier.

00:02:43: Da

00:02:43: waren wir in Minus zwei.

00:02:44: Genau, da gab es euch noch gar nicht.

00:02:45: Ja okay, haben wir auch schon mal festgelegt!

00:02:47: Du weißt viel mehr über Jazz als

00:02:51: wir.

00:02:52: Ich weiß zum Beispiel dass du mit deinem Trio spielst weil wir haben nämlich einfach mit meinem Sachsen von Quartett ein Konzert gegeben einen Doppelkonzert wo erster Set Martin Rössler-Trio war und zweites Set an dieses Sachsen vom Quartettorennest du dich nach?

00:03:06: Ich erinnere mich noch.

00:03:07: Im Appen der Verkulturhaus war das vor hundert

00:03:09: Jahren.

00:03:10: Aber es ist nett, dass du sagst, das sei mal ein Trio gewesen.

00:03:13: Ich hatte sozusagen einen Workshop bei Georgie und Jan-Philippe Und da habe ich auch ein paar Workshops noch weiter gemacht.

00:03:20: Inzwischen stagniert das so ein bisschen weil ich dabei bin jetzt zu überlegen was eine gute Kombination für meine Musik ist Was für eine gute Besetzung und auch wenn dann Klavier-Trio.

00:03:33: Du hast einmal gesagt Das sei die Königsklasse.

00:03:36: Die

00:03:36: Königsdisziplin Jazz-Pianos wäre dann da noch mitspielt, ist im Moment ein bisschen offen.

00:03:43: Aber ich arbeite dran!

00:03:44: Und du hast einen Repertoire das auf jeden Fall für eine Einzelheit ausreicht und zwar einen Repatoir aus eigenen Stücken, ladies and gentlemen?

00:03:51: Ja, das ist

00:03:51: richtig

00:03:52: so.

00:03:52: Aus teilweise alten

00:03:53: Stücken.

00:03:53: Weil du natürlich aus diesem kirchlichen Rahmen kommst, hast du Gregorianik und da ich persönlich sehr auf Gregorianik stehe, und ich glaube Anja auch.

00:04:03: Ich finde das total cool weil das passt auch gut zusammen.

00:04:09: Das hat immer so was Modales.

00:04:10: logischerweise Die Arschmaus kann ich berichten die der Martin macht.

00:04:15: es sind und solltest du eine Aufnahme haben könnten wir die jetzt hier einspielen?

00:04:21: Mal gucken ob ich ein.

00:04:22: ich habe hauptsächlich Aufnahmen die ich in anjas Klasse gemacht habe, aber vielleicht auch eine andere.

00:05:14: Mit meiner kirchlichen Arbeit und meinen kirchlichem Interessen zu tun hat.

00:05:18: mit dem Gregorianischen stimmt nur halb es ist eher hinterher wieder dazu gewachsen.

00:05:23: eigentlich bin ich auf die Gregorianie gekommen dadurch dass die Skalen im modernen Jazz ja die schönen alten Namen Gregorianischer Skalen haben.

00:05:34: und dann hab' ich gedacht wenn sie schon so heißen vielleicht passt das auch gut zusammen.

00:05:39: Und dann habe ich mal ins evangelische Gesangbuch geguckt, wo relativ viele gröganische Melodien drin sind.

00:05:46: Hab angefangen mit einem Pfingslied von dem ein von mir hoch verehrter Kirchenmusiker aus Aumüle gesagt hat das sei das Kunstvollste, das Beste, das künstlerisch reifste Lied die Melodie überhaupt im Gesangbuch nämlich Kommen Schöpfer Geist.

00:06:02: Und dann hab ich gedacht, man kann ja ruhig mal oben anfangen.

00:06:07: Sehr gut!

00:06:07: Gute Anstellung.

00:06:09: Damit angefangen wir jetzt zu überlegen wie ich das so ein bisschen bearbeite.

00:06:13: Dann habe ich unter Annias Anleitung angefangen das zu arrangieren und erst sehr viel später habe ich gefunden dass sich die auch ruhig kregerianische Melodien nennen kann.

00:06:26: und dann habe ich es angefangen sie erstmal mit Lateinisch und jetzt mit Deutsch Namen zu bezeigen Früher hieß das nämlich nur

00:06:31: UNUS-V.V.,

00:06:32: weil es gerade die Nummer fünfundundfünfzig im Gesamthaus ist und dass sozusagen, die religiöse kirchliche Seite und die musikalische Seite in mir zusammengefunden haben, eher ein Ergebnis eines längeren Prozesses gewesen.

00:06:49: Ich find's jedenfalls voll cool.

00:06:50: Und wenn immer ich das gehört hab, dachte ich mal Alter, dass muss unbedingt auf Platte raus in die Welt und ich finde es ehrlich gesagt ein Affront, einen Missstand der unbedingt beendet werden muss.

00:07:00: Dass das noch nicht A veröffentlicht ist und B live auf dem Bügel in diese Welt performen wird weil das wirklich tolle Musik.

00:07:07: Ja.

00:07:08: Da kannst du dich ruhig trauen um das zu machen.

00:07:10: also da... Das ist auch sehr kunstvoll ausgearbeitet.

00:07:13: die Arrangements sind toll und das klingt einfach schön und das ist echt gutes Zeug.

00:07:18: Vielen Dank, das freut mich sehr.

00:07:19: Ich höre es auch auf dem Appell-Ohr!

00:07:21: Deswegen

00:07:24: hab ich was eingeschaut.

00:07:25: Ah, das Appellohr... Nein, ganz entspannt.

00:07:26: Wir sind

00:07:31: ja auch im Gespräch und begleitet uns ein bisschen.

00:07:34: Das ist alles cool.

00:07:36: Martin macht das in seinem

00:07:37: Tempo.

00:07:37: Ich tue nichts musikalisch nicht ohne Anja's Einverständnis.

00:07:40: Du darfst alles machen, was du willst?

00:07:43: Meiner Natur ist immer mehr die Appellische Appellative, Appellante.

00:07:50: Anja ist mal vorsichtiger mit ihren Appellen.

00:07:53: Aber das ist jeder auf seinen Stil irgendwie und das ergänzt sich immer ganz

00:07:58: gut.

00:07:58: Das stimmt.

00:08:01: Jetzt haben wir die erste Frage gut geklärt.

00:08:03: Wie bei The Voice of Germany?

00:08:04: Wer bist du?

00:08:05: Woher kommst du?

00:08:07: Fragen wie immer!

00:08:08: Und jetzt haben wir noch eine zweite Frage.

00:08:11: Und zwar an welchen drei Worte denkst du als Erstes, wenn du an

00:08:17: Jazz denkst?

00:08:17: Was fällt dir als erstes ein?

00:08:18: Spontan.

00:08:21: Als Erstes fällt mir glaube ich Tradition ein.

00:08:24: Weil Jazz wie eigentlich jede Kunstform ja etwas ist das auch etwas aufbaut wo es herkommt.

00:08:30: und bei einer bestimmten Art von Jazz finde ich die Traditionsgebundenheit nochmal deutlich weil ganz viele Leute gerne Standards spielen und Standards sind die Form, in der die Tradition auf mich kommt.

00:08:43: Und dann ist aber das Wichtige wie überhaupt bei jedem Umgang von jedem Umgang eine Tradition.

00:08:49: Das Wichtigste ist, wie kann ich die Traditionsaktualisieren?

00:08:52: Da wird es immer ganz individuell und unterschiedlich.

00:08:56: Man spielt den Standard so usw.

00:08:58: Bist ja alles viel besser.

00:08:59: Aber dass die traditionsgebundenheit Etwas ist, was eine große Rolle spielt.

00:09:04: Ich meine, Gregorianische Melodien sind teilweise über tausend Jahre alt.

00:09:08: Da ist die Tradition mithin zu greifen.

00:09:11: Dass die Traditionsgebundenheit etwas ist, das mit einer Rolle spielt, finde ich wird manchmal übersehen oder überhört wenn man denkt ja Jess ist so, ich fange jetzt hier an und mache alles aus mir selber.

00:09:23: Und so frei!

00:09:24: Ja, so frei.

00:09:25: Traditionsgebundenheit gefällt mir sehr gut.

00:09:28: Für mich auch schön!

00:09:30: Und ich fand die ganze Kunst fährt

00:09:32: mir einen dazu, gleich

00:09:33: vor mir die anderen zwei.

00:09:34: Aber wir hatten ja gerade unser Vorspiel neulich und das war so schön zu werden.

00:09:37: Wir haben mal sechs Mal Fleiben, wie du gehört hattest oder so... Das war total unterschiedlich.

00:09:41: Immer unterschiedlich?

00:09:44: Genau, es

00:09:45: war total schön.

00:09:46: Ich persönlich liebe Standards spielen aus dem Grund, weil dadurch, dass der Standard immer gleich bleibt, merkst du viel mehr den Personal-Style.

00:09:54: Wenn das Stück anders ist, hörst du so viele Stück, dass man gar nicht weiß was ist jetzt Stück und was die Person ist.

00:09:59: Aber wenn alle Heavy Metal Mission oder Fly Me To The Moon spielen, hörste es ganz deutlich?

00:10:04: Ja wobei ich auch sagen muss bei Komposition hörst du ja auch sehr deutlich den Künstler.

00:10:09: Also das ist eine andere Art

00:10:12: auf die ... Wenn Kompositionen sehr persönlich sind und nicht so wie oft früher in den Jazzhochschulen, weiß ich immer... Und dann spiele ich wieder einen neuen Akkord.

00:10:24: Dann muss ich wieder zum nächsten Akkort!

00:10:27: In der New School in New York hat mich das so genervt dass die Kompositionen immer so waren.

00:10:32: Ich dachte okay er kappte Akkorde aneinander gereiht und dann irgendwie dort hingespielt Nein, versucht sehr modern.

00:10:39: Gefährlich Major Sieben oder so?

00:10:43: Ja, Sus genau das war dann modern aber immer so... Das waren echt immer so lange ganze Noten auf dem neuen Akkord und ich dachte Alter.

00:10:51: alle haben so geschrieben und haben dann auf ihrer Visitenkeit gehabt was nicht?

00:10:56: Sexophonist-Komposer Das ist richtig.

00:11:02: Komposer, wenn man aus dem Land von die Mann Sebastian ankommt, das ist immer ein bisschen schwierig.

00:11:06: Aber na ja...

00:11:07: Wobei ich komme nicht aus dem Land von Johann Sebastian, aber nur aus dem land von Dorfgang Matthias Mozart festzusehen.

00:11:11: Ja genau!

00:11:12: Du auch mal.

00:11:16: Also mein zweites Wort, ne?

00:11:17: Das ist jetzt weniger überraschend als würde ich sagen, es Rhythmus Weil Jazz eine Musik ist, da laufe ich jetzt ja auch offene Türen ein.

00:11:25: Wo jemand ja mal gesagt hat das viel wichtiger wann du was spielst als was du spielest.

00:11:30: Das ist bei mir ein bisschen ein Problem weil wie du jedenfalls weißt die Frage des Rhythmus und des Timing und so.

00:11:38: Bei mir nicht zu den Sachen gehört bis ich ganz von selber verstehe.

00:11:42: immer noch weiterhin daran arbeiten.

00:11:44: Trotzdem ist es ja ein Bestandteil der Jazzmusik, dass das rhythmische Element eine wesentliche Rolle spielt.

00:11:52: Das ist jetzt auch bisschen weniger individuell und überraschend als vielleicht mein erstes Wort.

00:11:57: Und mein drittes Wort ist wieder ... Weiß nicht ob überraschen würde ich nämlich sagen lautet Fantasie!

00:12:03: Weil zu der Improvisation... Es finden ja auch ganz viele Menschen wirklich zurecht, dass Improvisation ein wichtiger Bestandteil der Jazz-Musik ist.

00:12:11: So Improvisation gehört.

00:12:13: Fantasie nach Möglichkeit.

00:12:17: Es gehören auch viele andere Sachen dazu, die aber eher die Fantasien einschränken wie Skalen oder Fortspinnung von kleinen musikalischen Elementen und so.

00:12:27: Also Fantasies ist ja erst mal was ganz Impulsives und etwas Ungebremstes und was Starkes Und das muss dann immer ein bisschen eingehegt werden.

00:12:36: Ich

00:12:36: finde es ein sehr schönes Wort.

00:12:38: Fantasie habe ich schon so lange nicht mehr gehört.

00:12:41: Das letzte Mal auf dem fantastischen Fiatalbum, für dich immer noch Fantasi heißt die.

00:12:50: Und da hab' ich gedacht, da haben wir uns das schön eingesetzt.

00:12:52: aber Fantasi ist ein super ...

00:12:55: Ist es so bildhaft?

00:12:57: Super Wort!

00:12:57: Ja und das sagt viel aus über ja Ich finde es schön.

00:13:03: was mich gerade bisschen stört ist dass ich das Gefühl

00:13:06: habe

00:13:08: Ganz spontan waren diese Worte nicht.

00:13:10: Weil, ich weiß ja da Martin ist Podcast-Hörer der wusste die Frage schon nach

00:13:15: Du hast mir geschrieben in der Mail du brauchst dich nicht vorzubereiten und wenn man das zu mir sagt dann heißt es so viel wie jetzt letztlich mal hin.

00:13:26: Das liegt aber auch daran dass es in der Organisation für dich arbeite.

00:13:32: eine unschöne Tradition ist sich nicht vor zu bereiten für zum Beispiel eine kleine Andacht oder so.

00:13:38: Den

00:13:38: Predigt quasi zu improvisieren?

00:13:39: Ja, also den Predigt vielleicht schon aber irgendwie so eine kleine andacht zur Eröffnung einer Sitzung.

00:13:45: da guckt man dann in die Tageslosung und dann gibt es auch den schönen Spruch unvorbereitet wie ich mich habe eröffne jetzt hier die Sitzungen und dem wollte ich was entgegenhalten.

00:13:55: deswegen hab ich mir erlaubt Weil ich halt geahnt habe, welche Fragen mich hier erwarten.

00:13:58: Darum ein wenig zu resonieren und zu mögen.

00:14:00: Nee,

00:14:01: das passt schon!

00:14:02: Ich finde es gut.

00:14:03: Aber man merkt... Man spürt den Antworten eine gewisse Elaboration ab.

00:14:07: Das finde ich aber auch cool Und das zeigt auch sehr deine Art.

00:14:10: Also du hast ja auch diese Stücke super elaboriert.

00:14:14: Ich weiß dass du ewig an denen rumgeschraubt hast in diesen Arrangements.

00:14:18: Das ist auch cool, es ist eine coole Art und Weise Musik zu arbeiten.

00:14:22: Total!

00:14:22: Mit unserer beiden Pio Desmond machen wir das ja auch immer.

00:14:25: Mich stört das immer so ein bisschen weil ich eher der Binder einfach kommen.

00:14:28: Wir spielen irgendeine Standarten, lass

00:14:29: gucken... Du bist mir immer typ?

00:14:31: Ich mag immer Spielspielen, Spielspiele improvisieren.

00:14:33: Ich will lieber unvorbereitet sein als vorbereitet sein.

00:14:36: Ich find's schöner Weil dann mein Gefühl immer sagt Dann kommt mehr Fantasie raus.

00:14:43: Also ist mehr Fantasie möglich, weil ich habe manchmal das Gefühl dass die Vorbereitung die Fantasies auch irgendwie eingrenzt.

00:14:50: Auf der anderen Seite hab' ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Verbereitung für die Fantasi natürlich auch eine Superspielwiese bietet also zum Beispiel wenn man halt vorbereitet ist im Hinblick auf eine Studieaufnahme, wie ich es vor zwei Wochen hatte.

00:15:06: Da habe ich mich zum ersten Mal noch mal wirklich intensiv vorbereitet, nämlich die Stücke außer nicht gelernt haben und mir überlegt hab was könnte ich denn über diese Akkorde gut spielen?

00:15:13: Ich habe das dann zwar nicht gemacht aber ich war dadurch auf einer anderen Art und Weise sicherer und habe vielleicht ein bisschen fantasievolle oder frei improvisieren können.

00:15:22: und da habe ich auch wieder gemerkt dass Vorbereitung doch auch nicht so ganz verkehrt ist.

00:15:27: Ich glaube die Kunst Improvisierten Musik oder so eine Musik bei der Improvision, ein Roller spielt die bei Jazz.

00:15:35: Das auf eine gute Balance zu bringen, dass es dann nicht doch alles auswendig gelernt ist.

00:15:40: Ja aber das ist beim Martin zum

00:15:42: Beispiel fehlt?

00:15:42: Freit am Field!

00:15:43: Also die Sony weiß ich ja sind schon improvisiert,

00:15:48: oder?

00:15:48: Ja weil sie sind auch so improvisiert... Ich habe auch tatsächlich, sagen wir mal, ich würde jetzt nicht Vorbereitung sagen, aber doch in mentaler Anticipation unseres Gespräches überlegt wie eigentlich Fantasie sich umsetzen lässt oder wie ich eigentlich improvisiere, oder improvisieren möchte und festgestellt.

00:16:08: Ich bin doch immer also überwiegend sehr stark befangen in zum Beispiel jetzt diese dieser Aufgabe motivische Fortspindung oder in Skalen oder so und dass ich einfach mal mich hinsetzen und irgendwas spiele passiert eher selten.

00:16:26: Und das finde ich aber auch wiederum gar nicht so schlecht, weil die Improvisation, die vorbereitet ist, wo man merkt, man hat sich Gedanken gemacht und so.

00:16:35: Die sind meistens überzeugender ... Man hört lieber zu als wenn jemand wie Oberlix sagt, was dir gerade durch den Kopf geht, dann sagt er, die spinnen die Römer!

00:16:48: Es ist ja die große Vielfalt, in einen Eingang zu blicken.

00:16:52: Das Vorbereitete, dass irgendwie ... Rationale Element und das spielerische, fantasievolle emotionale Element.

00:17:00: Wir hatten einmal so eine Phase, da hast du gesagt ich soll mir mal Bilder und Geschichten und so vorstellen für eine Improvisation.

00:17:10: Das habe ich dann für das eine Stück auch gemacht.

00:17:12: Ich bin aber nicht ganz sicher ob das wirklich überzeugende Bilder und Geschichte gewesen

00:17:15: ist

00:17:16: Und ob nicht motivische Fortspinnung, motivische Entwicklung zu einem überzeugenden Ergebnis führt.

00:17:25: Also ich glaube, es sind jetzt ganz viele kleine Bausteinchen.

00:17:30: Einerseits Typensache

00:17:31: ist, wie

00:17:31: die zusammenwirken.

00:17:33: Wie viel Anteil von motivischer Entwicklung und Freie Improvisationen.

00:17:38: Die Musik küsst mich jetzt gerade in diesem Moment oder ich habe ein Bild ... Ich hab mir eine kleine Struktur überlegt für mein Solo.

00:17:45: Welche Anteile da eine Rolle spielen?

00:17:47: Das glaube ich total persönlich unterschiedlich.

00:17:50: Und ich glaub das man auch dran wächst und daran entwickelt über die Zeit, dass man immer genauer weiß, wie es eigentlich meinen persönlichen Ansatz beim Improvesieren Aber vielleicht auch von der Musik, die man spielt.

00:18:02: Also beim Free Jazz zum Beispiel.

00:18:03: Auch da gibt es ja Stücke, die offener sind oder die ein bisschen fester sind im Rahmen des sehr freien.

00:18:09: Aber auch da gibt's dann noch gewisse Geländer an denen man sich so entlang hangeln kann oder eben nicht.

00:18:16: Oder je strukturierter und festgelegter die ganze Form des Stücks... dass mehr macht es vielleicht auch Sinn, dann ein bisschen mehr das Solo in eine gewisse Richtung zu lenken und das einmal so festzuruhen ohne dass man jetzt die gleichen Sachen spielt.

00:18:31: Also was mein nicht machen würde wäre zu sagen ich fang immer mit

00:18:36: dem Motiv

00:18:36: an oder mit der Linie fange auf jeden Fall das Stück an oder das Solo an.

00:18:41: Das wären so Sachen wo mir als Hardcore Jazzer sagen würden.

00:18:45: Das ist vielleicht nicht ganz so angesagt aber So weit ging es

00:18:50: aber auch nicht.

00:18:51: In die Richtung geht er zu sagen, ich fange an mit einem kleinen Motiv was in der Melodie vorkommt und dann überlege ich gar nicht sondern empfinde in dem Moment welches ich nehme Und dann merke ich hinterher das war ganz gut oder vielleicht auch nicht.

00:19:07: Ich finde Motiveentwicklungen melodische Fortspindungen sind Prinzipien derer man sich vor allem bewusst sein muss dass es sie gibt und die man wahrnehmen kann, während man spielt.

00:19:20: Oh guck mal!

00:19:20: Das ist ja eigentlich wie vorher und so... Und ich finde das ist eher was, was man intuitiv machen darf und wenn man es zu bewusst macht

00:19:30: wird's

00:19:31: zwangsläufig ein bisschen konstruiert.

00:19:32: Es hilft, wenn man komponiert also wenn man sagt jetzt überlege ich mir wie soll das sein?

00:19:37: Aber im Improvisationsfluss find' ich besser wenn man das geschehen lässt und sich eher freut wenn es so kommt.

00:19:45: Aber ich bin lieber mehr auf der intuitiven Seite.

00:19:48: Ich bin eher ein Improvisierer, also ich bin jemanden, das lieber kommen lässt und unvorbereit usw.

00:19:54: Und ich hab das Gefühl, je mehr ich bewusst eingreife in den Improvisionsvorgang oder so steuern und kontrollieren will ... Das geht auf Kosten der Kreativität.

00:20:06: Dann fällt mir nichts mehr ein und dann bin ich irgendwie fest und starr und dann fließt es irgendwie nicht mehr.

00:20:10: Es geht auf die Kosten des Flusses sozusagen.

00:20:14: mir da gar nicht so ein Stress machen.

00:20:16: Oh, ich bin nicht ... Meine Vorschwillung ist nicht gut genug oder meine Motiventwicklung, sondern es hat eher was mit Bewusstsein zu tun.

00:20:24: das gibt es.

00:20:25: Das kann passieren.

00:20:26: vielleicht passiert das gerade schön wenn ja und dann kann man vielleicht manchmal ah guck mal.

00:20:31: jetzt könnte man noch einen dritten Satz machen.

00:20:32: Jetzt habe ich erstes zweit gesagt das kann ich noch drittens sagen.

00:20:35: So eher eine Inspirationsquelle als ein Dogma.

00:20:41: Das glaube auch.

00:20:42: Trotzdem glaube ich, zwei Sachen einerseits bist

00:20:44: du eben

00:20:45: wie du schon selber sagst ein sehr impulsiver oder spontaner Mensch und impulsiert auch gerne.

00:20:51: Sehr spontan!

00:20:52: Und zweitens kann man jemandem das ganz anders aussehen ohne dass es dann total konstruiert wird glaub ich.

00:20:59: Und zweiten glaube ich um dahin

00:21:00: zu

00:21:00: kommen... muss man sich damit auf eine Art Auseinander gesetzt haben, dass man in der Lage

00:21:06: ist über

00:21:06: diesen Wahnsinn, den man hat.

00:21:07: Ich muss den Akkord bedienen und die richtige Zeit wechseln.

00:21:15: Jetzt mache ich noch einen Motiv und das werde ich verschieben.

00:21:20: Du musst es durchexerziert haben, um das überhaupt machen zu können oder wahrnehmen zu können, dass du es gerade gemacht hast.

00:21:26: Es muss ein bisschen ins Unterbewusstsein reingesagt sein, diese Fähigkeit.

00:21:30: Bevor es uns unterbewusst sein kann, muss man jetzt bewusst sein kommen.

00:21:33: Man muss es natürlich lernen!

00:21:35: Man muss sich damit beschäftigen, man muss wissen, dass es das gibt... ganz normal geübt und ausprobiert haben.

00:21:41: Und dann ist es manchmal natürlich auch so ein bisschen schachtelig mal nach Zahlenkästchen, Eins-Kästchen zwei Kästchen drei.

00:21:47: Und klingt vielleicht doch ein bisschen statisch oder so.

00:21:49: aber zum Lernen ist das unabdingbar.

00:21:51: Das ist halt der erste Schritt logischerweise.

00:21:53: Wir hatten noch einmal die vier Phasen des Lernens auf ihrem Podcast wo dann in die unbewusste Kompetenz dann kommt.

00:22:00: Aber vorher muss es in die bewusste kompetenz und deswegen kann das ja nicht...

00:22:05: Ja

00:22:06: klar!

00:22:06: Als Unbewusste sagt man, man muss ein bisschen loslassen

00:22:14: und da ein bisschen mit der Flow gehen.

00:22:15: Das muss sich keine Stresse machen, wenn es nicht immer im Bewussten ist.

00:22:19: Im Gegenteil ist das sogar ein Vorteil.

00:22:21: Ich bin schon unbewusst, ich merke das kaum noch, ich beobachte nur

00:22:25: noch.

00:22:26: Aber das Unbewuste macht sich auch an irgendwas fest.

00:22:30: Wenn man sagt, ich spiel gern so ganz ... unvorbereitet, improvisierend.

00:22:35: Irgendwoher kommen diese Töne und die Vorstellung eines Motivs einer Linie.

00:22:41: Wenn man nicht davon ausgeht, dass sie aus dem Nichts entstehen, dann wird man vermuten, die hängen mit dem zusammen, was ich bisher gehört habe oder gespielt habe.

00:22:53: Was mir so eingängig ist sowohl in den Fingern als auch im Ohr- und Herzen.

00:22:59: Dieses Unbewusst vorhandene ... Das wird ja auch gesteuert durch das, was ich mache und übe.

00:23:07: Deswegen finde ich auch, dass Tonleitern immer so ein bisschen gefährlich üben.

00:23:12: Ich habe gemerkt, wenn ich ganz viele Skalen übe unter denen der etwas improvisiert, dann sind da logischerweise wahnsinnig viele Skale dabei.

00:23:19: Ja!

00:23:20: Und seitdem ich unter deiner Anleitung zum Beispiel andere Skalen, also z.B.

00:23:24: Pentatonik eingeübt hab ... Spiele ich auch ganz andere Medien.

00:23:30: Man

00:23:30: spielt was man übt,

00:23:31: ja?

00:23:32: Deswegen ist es offenbar so wichtig, was man öbt.

00:23:36: und das bedeutet aber auch wiederum die Lehre oder die romantische geniale Kunstproduktionsvorstellung.

00:23:45: Ich bereite mich nicht vor sondern ich spiele das, was ich jetzt im Moment fühle.

00:23:49: Die stimmt Aber sie stimmt auch nur insofern als dass was ich moment fühle ja seinerseits vorbereitet ist durch das Geübt habt, was ich gehört hab.

00:23:57: Was mir gefällt!

00:23:58: Ja...

00:23:58: Aber ich meine also du als Christ?

00:24:01: Müsstest du eigentlich auch sehen, so wie ich.

00:24:04: Dass es vielleicht noch ein ganz leichten, sköttliches Element geht bei der Kreativität.

00:24:10: Das ist ja das was mich an der Hartmut-Rosa Geschichte so fasziniert hat in diesem Unverfügbarkeit dass die besten Ideen ja ein Geschenk sind.

00:24:17: also weil natürlich kommt das irgendwo her aus dem eigenen Fundus, aus der eigenen Vorstellungskraft und natürlich aus dem was man vorher selber irgendwie Angst gehört hat.

00:24:25: aber woher das wirklich kommt ist für mich im Bereich der Magie oder im Bereich des was wir sich übernatürlichen oder halt von mir spirituellen.

00:24:35: Das hat etwas mit Transzendenz zu tun, mit Durchlässigkeit und mit dem einfachen Zuhören auf das Neines Universums, Neines Gott.

00:24:42: Man möge sich aussuchen, was man will.

00:24:45: Und das finde ich das Coole.

00:24:46: Deswegen sage ich immer du musst warten, lerne zu warten und dann kommt es schon!

00:24:52: Und das ist ja auch die Macht der Pause.

00:24:54: Bei meiste eben sieht man das immer wunderbar.

00:24:56: machen eine Pause So lange, bis du weißt was du spielen sollst.

00:25:00: Hey den Tschüss Holm von Niels Wogermann hat gesagt wenn ich nicht weiß was ich spielen soll spiele ich nichts.

00:25:04: oder meines Lebens hat es auch gesagt.

00:25:06: aber das haben auch andere Leute gesagt.

00:25:08: also du spielst ja einfach nichts

00:25:09: so lange.

00:25:10: und gerade wenn man dran ist wenn er gerade solo spielt alle die Aufmerksamkeit bei dir ist natürlich auch die aufmerksamkeiten auf dem solo hast alter da kommt schon was keine sorge aber den mut eben solange zu warten wissen wir's kommen.

00:25:24: Das ist eben die Kunst.

00:25:25: Ich hab das in meinem Mini-Kurs auch, ich habe so einen kleinen Mini- Kurs gemacht für die Leute, die mich kennenlernen wollen.

00:25:30: Mini-kurs in drei Schritten.

00:25:32: Wenn man sich bei mir eine Newsletter einträgt dann bekommt man den in drei Mails an allen drei Tagen.

00:25:36: und im dritten Tag geht es um dieses Warten lernen wie man das macht, wie man aushält!

00:25:42: Und das heißt du spielst eine Melodie irgendeine Phrase und wartest... Und spielst noch nicht gleich, wenn du denkst, ich muss schon wieder?

00:25:47: Nein.

00:25:47: Du wartest dann und merkst, jetzt weiß ich's.

00:25:50: Das Material sieht sich so langsam in seinem inneren Ohr.

00:25:54: Also das wird richtig immer konkreter.

00:25:57: Je länger man wartet, desto konkrete wird... Jetzt muss ich das spielen!

00:25:59: Dann spielt man es halt.

00:26:01: Und je länger du wartest, destso klarer ist es auch.

00:26:04: Es ist umso stärker, weil die Voraushören ist ja auch immer super stark.

00:26:07: Wenn er weiß, was ich spielen werde ... und dann spielts superklar, dann klingt es

00:26:13: gut.

00:26:15: Also, dass es auch eine religiöse, spirituelle, transcendente Dimension hat.

00:26:20: Da rennst du bei mir natürlich auf ne Thione ein.

00:26:23: Es ist ja irgendwie auch in der langen Tradition Strom, der behauptet Kunst und Religion sind Schwestern und handeln eigentlich vomgleich nur auf unterschiedliche Weise.

00:26:32: Und das finde ich total einleuchten.

00:26:34: zu sagen Der Einfall selber worin sich das worauf ich warte oder was ich mir vorstelle dann tatsächlich materialisiert Das ist auch etwas, was ich nicht in der Hand habe.

00:26:43: Was mir unverfügbar ist, da hat Harpen und Rosa ja terminologische Anleihen in der evangelischen Theologie gemacht mit dem Begriff Unverfügbarkeit.

00:26:50: Ist sie auch auf den Rennwurst?

00:26:53: Ja das ist ein Begriff, der glaube ich von Rudolf Boltmann im Neutrister-Mentler aus dem letzten Jahrhundert erfunden oder benutzt wurde um eben eine religiöse Dimension zu beschreiben.

00:27:04: es ist ja auch wahnsinnig naheliegend dass so zu beschreiten... man muss es erstmal negativ austrücken weil man's nicht beschreiben kann der Autor oder die Instanz, von dem das kommt uns eben nicht zur Verfügung steht.

00:27:18: Deswegen ist es ein sehr passender und naheliegender Begriff.

00:27:22: Das ist ja quasi eine Erfahrung, die man dann immer wieder neu machen muss.

00:27:25: Also mit dem Warten finde ich total einleuchten werde ich mir jetzt auch für mein nächstes Solo vornehmen.

00:27:30: Ich warte erst mal bis dass was ich dann spielen möchte sich sozusagen einstellt unverfügbar.

00:27:36: Und das ist ja eine Stelle an der man Erfahrungen, die wir durchaus religiöse Erfahrungen nennen kann.

00:27:43: Also es überkommt ein, man macht eine Erfahrung die man nicht selbst hundertprozentig steuern kann.

00:27:49: und wenn man lang genug darüber nachdenkt und irgendwie ein bisschen Transpendenz affin ist dann kann man das ruhig auch schon religiös nennen.

00:27:57: Andere Leute sind mit dem Religionsbegriff da ein bisschen irgendwie eingeschränkter und so.

00:28:02: aber ich finde das kann man dadurch so nennen weil der künstlerische Einfall als solcher ja auch gerne als religiös mitbeschrieben wird.

00:28:11: Das finde ich auch völlig sachgemäß.

00:28:13: Ich nenn es eigentlich immer spirituell, weil ich Angst habe davon, dass Leute Probleme haben, dass das dann um eine Religion geht und heutzutage will mir niemanden ausgrenzen und jeden mitnehmen.

00:28:22: Deswegen sage ich spirituell.

00:28:24: Da kann man egal welcher Religionsgemeinschaft man sich angehörig fühlt, sich angesprochen fühlen.

00:28:29: Deswegen sag ich immer spirituel obwohl ich auch offen gestiehe.

00:28:33: Ich bin...ich sehe mich der christlichen Tradition Bekannt.

00:28:40: So sage ich das mal, schwierig.

00:28:42: Ich habe auch meine Geschichte mit der christlichen Geschichte durch meine Familie und da ging es hin und her und das war alles ein bisschen anstrengend für mich muss ich sagen im Nachhinein.

00:28:52: aber trotzdem hab' ich eine tolle Erfahrung gemacht in Klosterwilfenghausen dass es leider nicht mehr gibt Mit der Kommunität Kloster Wielfenghause haben jetzt ne neue Kommunität gegründet im Kloster Bausen Und die ist gerade im Entstehen.

00:29:07: Die haben eine Spiritualität oder Religiösität gepflegt, in der auch sehr viel Gregorianos gespielt hat und mich so gekriegt hat, dass ich gemerkt habe, okay, ich kann was mit dem Christentum anfangen.

00:29:21: Es regnet natürlich etwas in mir an, weil es sich seit Generationen verankert ist ... Das hat bei mir was bewirkt.

00:29:36: Ich merke, dass das eine Rolle spielt, wenn ich Musik mache immer.

00:29:40: Es trifft auf mich zu, weil ich mütterlicherseits aus einer Pastorenfamilie aus dem Hannöfaschen stammelte bis ins sechzehnte Jahrhundert zurückverformen hässt.

00:29:54: Wahnsinn!

00:29:55: Krass.

00:29:57: Genau so wie wir in einer leeren Familie kommen.

00:30:00: Mein Vater ist zwar Richter, aber das ist ja auch etwas mit Lehren zu tun und mit Druzzieren.

00:30:04: Ein richtiger Kanzler.

00:30:06: auf das dürfen sie

00:30:07: nicht.

00:30:10: Aber mir läuft es ein dass der Ausdrucksspiritualität ein bisschen offener ist und mehrere geschichtliche und sonst wie vorhandene Religionen umfassen kann.

00:30:19: Die Schwierigkeit ist ja immer, wenn du anfängst das irgendwie in Worte zu fassen und dass da das tolle war der Musik, dass du das dann nicht machen musst.

00:30:26: Dann musst du dich irgendeiner Tradition bedienen und dann musst du halt irgendwas nehmen oder etwas kombinieren aus verschiedenen vorhandenen Religionen.

00:30:34: Ja ich stehe sehr auf Kommunikation ohne Worte.

00:30:38: Ich muss

00:30:38: noch mal was... Dass für jemanden ein Podcast macht

00:30:41: natürlich ungewöhnlich!

00:30:44: Na ja, ich finde das Evangelische sehr angenehm.

00:30:47: Weil Martin Luther gesagt hat komm lass Wort mal eine Rolle spielen.

00:30:51: Ich mag Worte sehr.

00:30:54: Je älter ich werde, desto mehr mag ich auch Sachen ohne Worte.

00:30:57: Und ich steh immer schon mehr auf Instrumentalmusik als auf Vokalmusik, weil mir das irgendwie absoluter vorkommt.

00:31:03: Das ist irgendwie ... Johann Sebastian Bach hat doch den Begriff geprägt, der absolute Musik.

00:31:08: oder woher kommt es eigentlich?

00:31:09: Aber absolute Musik ist für mich Musikdienste, nur die Musik und alles solche.

00:31:13: Ich finde, der Text stört irgendwie immer!

00:31:16: Also wenn ich einen Text höre Das ist schön an einer Grigorianik, wenn es lateinisch ist.

00:31:25: Aber soweit ich ein Text höre, ist der Text immer eine übergeordnete Informationsebene, die das Ganze überspielt?

00:31:31: Und doch sagt man gerne, wenn man einen Solo spielt, namentlich im Jazz, du erzählst ne Geschichte!

00:31:37: Also da willst du eigentlich auch Bilder oder was, was wir mit Worten... also Geschichte ist ja explizit etwas mit Wortem zum Ausdruck bringen, was man irgendwie über die bloße Musik hinaus versteht oder rezipiert.

00:31:51: Ja, aber die Geschichte ist ja eben dadurch, dass sie keine Worte hat viel offener gehalten.

00:31:56: Das heißt jeder kann so ein bisschen sein eigenes Bild finden.

00:31:58: Wenn man jetzt ein tolles klasse Stück hört oder auch spielt was auskomponiert ist dann wird jeder da ein anderes Bild mit verbinden.

00:32:10: Der eine sieht irgendwie in einer grünen Wiese, der andere sieht einen Wald.

00:32:13: Der anderen sieht ne Halle mit ner großen Glocke.

00:32:16: Was weiß ich nicht?

00:32:17: Also, er hat keine Ahnung so sein Bild, was ihm da kommt.

00:32:22: und das ist ja das Schöne, dass es dann plötzlich ohne den Text viel persönlicher einansprechen kann vielleicht.

00:32:28: Andererseits hat der Text wenn er dann dabei ist In gewissen Sinn sag ich mal transportiert und nicht nur dafür da ist, damit eine Bestimme dabei sein kann.

00:32:39: Weil's ja leider auf der Fall ist... Das ist

00:32:40: geil wie doll!

00:32:43: Schnapp schnapp.

00:32:45: Weiß

00:32:45: ich nicht.

00:32:46: Ich mein jetzt eher so Durchschnittstexte halt auch bei vielen, ehrlich gesagt vielen Jazzstandards.

00:32:54: Es stört mich das es einfach immer so ein Herzschmerz hier und da.

00:32:58: Aber es transportiert nicht wirklich irgendwas Tiefergehendes.

00:33:02: Das ist

00:33:02: ein Verschlager!

00:33:03: Und wenn das aber so ist, dass der Text was Tiefergähnendes transportiert hat man ja die Chance sich damit auseinanderzusetzen und damit noch mal auf einer anderen Ebene Entschwingung zu gehen oder in einen Austausch zu gehen und eine andere Bedeutung da reinzulegen kann auch wieder persönlich sein, aber da ist nochmal ne Andra Es ist immer noch eine übergeordnete Ebene mehr wie du sagst in den Informationsebene mehr.

00:33:25: ich finde mich stürze auch wenn ich Musik höre Wenn da zu viel Text ist, das geht mir ähnlich.

00:33:32: Wobei ich die Stimme als solche schon als geiles Instrument.

00:33:36: Ja klar!

00:33:37: Die trifft ja auch vorher in die Seele oft.

00:33:40: Sobald jemand singt sind die Leute einfach ganz anders berührt, als wenn keiner singt.

00:33:44: Das stimmt, dass die Gefahr habe ich auch gemacht.

00:33:46: Ich finde, weil du sagst mit den Texten, fällt mir grad Sting ein.

00:33:50: Ich war Sting-Fan, bin über Sting zum Saxophon kommen.

00:33:54: Und der ist ja Englisch-Lehrer gewesen.

00:33:56: Da fand ich immer schon cool, dass die Texte auch halt eine literarische Form haben, obwohl es Popmusik ist und die Musik war auch sehr elaboriert in den Texten eben auch und deswegen hab' ich das früher immer sehr gemocht.

00:34:07: Ich mein', das ist jetzt irgendwie so ein bisschen ... Das nobisten Musik kann man sagen!

00:34:12: Aber ich fand das halt früher cool und das stimmt, dass DJs dann mit ihrer schlageartigen Herzschmerzgeschichte.

00:34:21: Manchmal ein bisschen Platz hin, wobei man das auch immer mit Humor sehen kann.

00:34:25: Everything happens to me oder so

00:34:26: was.

00:34:27: Da gibt es auch sehr lustige oder mehrdeutige oder ein bisschen vielschichtigere Texte gibt's schon

00:34:33: auch und auch sehr

00:34:34: tiefe Meufangene Valentine.

00:34:36: Das kann auch schon sehr traurig sein, dass wir ganz schön sehr viel Gefühl haben.

00:34:42: Aber es ist schon so, dass man die ein bisschen suchen muss.

00:34:44: Also die guten Texte... Ich habe aber auch gesangstudiert in der zweiten Hauptfach und ich hab da immer ein bisschen drunter

00:34:49: gelesen, das hier Texte.

00:34:50: Dass du solche Texte sehen willst?

00:34:51: Wir sind ein bisschen eindimensional.

00:34:53: Ja, das verstehe ich zum Teil.

00:34:55: Aber

00:34:56: ich weiß, es gibt auch Sängerinnen und Sänger, die schaffen trotzdem trotz dieser Einfachheit da so viel reinzulegen an Gefühl.

00:35:05: Das bewundere ich ehrlich gesagt.

00:35:07: Und dann kommen wir, ich glaube, da schließt sich der Kreis jetzt wieder zu einem Thema Spielqualität oder dieses Offensein dafür, dass man eben mit diesem unverfügbaren Inverwirrung kommt und das in dem Moment inspirieren kann zu neuen Tönen und zu neuen

00:35:23: Melodien

00:35:23: usw.

00:35:24: Also ich glaube das ist am Ende darum wo es geht in der Musik?

00:35:29: Die Worte können auch hilfreich sein aber es dann wieder wahnsinnig individuell welches Wort jetzt für mich eine nötige Offenheit hat, um eine spirituelle Erfahrung zu vermitteln.

00:35:40: Das könnte eins sein was für dich gleich wieder viel zu einkommt ist also deswegen ist my funny Valentine vielleicht auch wirklich ein gutes Beispiel weil es auch hinreichend offen ist und andererseits aber die Musik auch so durch den Text unterstützt das Gefühl was die Musik vermittelt auch noch mal stärkt und unterstützt.

00:35:59: Aber man kann halt auch das Kind mit dem Bader ausschütten und eben zu viel Herzschmerz oder so They Will Never Be Another You.

00:36:06: Das haben wir gehört mit dem Trompeter, Trey Baker und da fand ich das Trompeten solo viel eindrucksvoller als dann wenn der Text dazu kommt.

00:36:15: Sie sah ja etwas flacher.

00:36:16: Also in der Text kann auch zuviel sein?

00:36:20: Ja, der ist auch gerade ... Der will never be another you-Text, er ist schon so ein bisschen... Er ist auf eine Art eher von einer Plattenseite sozusagen.

00:36:28: Ist vielleicht

00:36:30: so.

00:36:30: Ich glaube, das kann man so sagen.

00:36:31: Aber ich finde die er singt!

00:36:32: Das mag ich schon sehr.

00:36:34: Es ist so, wir haben auch besprochen fast ein bisschen anders datenmäßig aber irgendwie es berührt mich schon wie ein Chatbecker

00:36:44: nicht gut.

00:36:44: Und das ist auch eine romantische Aussage there will never be another you.

00:36:47: Natürlich!

00:36:47: Ja... Das ist schon ne romantisch Aussage.

00:36:53: Ich wollte noch was zu der Geschichte sagen.

00:36:55: oder man will doch in einer Geschichte erzählen und dann ohne Worte.

00:36:59: Die Geschichte ist in dem Fall eher ein emotionaler Fluss Also eine Transformation von A nach B, eine Veränderung des Aggregatzustands.

00:37:11: Das heißt das Gefühl fängt so an und es hört anders auf.

00:37:15: Musik ist ja immer eine Darstellung von Zeit.

00:37:17: Es gibt immer ein Nachher und Vorhör, anders als mit einem Bild, dass irgendwie da ist.

00:37:22: und was Statisches hat... Hat jeder Geschichte, jedes Theaterstück oder Film das Buch.

00:37:27: Obwohl man durch den Web das Buch hat auch was Statischeres.

00:37:29: aber wenn man weiß wie es weitergeht also was danach passiert ist gibt's eben auch mal die zeitliche Komponente.

00:37:36: und das Schöne an dem Zeitlichen ist dass das finde ich immer so ein bisschen dieses Leben mitnimmt weil das Leben ist halt auch ein zeitlicher Vorgang.

00:37:44: aufwärmen manchmal das Gefühl der Zeit bleibt stehen, bleibt sich ja doch nicht.

00:37:48: Und deswegen ist für mich die Geschichte die man erzählt Genau dieses Gefühl von, es verändert sich was.

00:37:55: Und das macht auch wieder... Das finde ich eurer Substitution interessant an der Motiventwicklung oder einem guten Solo wo man meistens, da hängt es ja ein bisschen damit zusammen dass eben zum Beispiel die Motive sich entwickeln und dass man das Gefühl hat, es gibt einen Zusammenhang auch wenn ich ihn vielleicht nicht verstehe, wenn er vielleicht unbewusst ist, es geht irgendwie in den Zusammenhang und es kommt nicht zufällig dort an sondern es hat irgendwie einen Grund, wenn noch immer ich den vielleicht nicht merke Und dass man woanders ankommt und auch auf eine andere Art ankommt oder verändert, das ist wieder das Bespieler bei Hartmut Rosa mit der Resonanz.

00:38:31: Resonanz ist dann wenn ich das Gefühl habe es macht etwas mit mir, es hat mich verändert.

00:38:37: Das muss ein gutes Solo machen.

00:38:40: Ich bin als anderer Mensch aus dem Solo heraussegangen.

00:38:42: Es sind sich große ... Ganz ein bisschen, ne?

00:38:48: Eine Transformation hat stattgefunden.

00:38:50: Es hat sich was beendet und ich weiß mehr.

00:38:53: Das finde ich auch so geil an Musik- und natürlich auch an Livemusik, weil das nicht mehr rückgängig machbar ist und weil es auch nicht mal hörbar ist.

00:39:02: Ich kann nicht mal einen Nachvollziehen, ich hab's erlebt und jetzt ist es auch wieder vorbei.

00:39:06: Das find' ich supergeil!

00:39:07: Also ich liebe deswegen den Live Moment noch ein bisschen mehr als im Studiomoment wo ich immer zurückspulen kann oder verbessern.

00:39:14: Kannst du dir auch ein Solo geben, was seine Kraft daraus zieht?

00:39:17: Dass ganz wenig sich nur verändert.

00:39:21: Keine Ahnung, nur einen Ton oder eine Form von Energie und man ist danach vielleicht kein solanges Solo.

00:39:28: Danach hat sich gar nicht so viel verändert außer dass das jetzt unheimlich intensiv war.

00:39:33: Dieser Transformationsgedanke, den finde ich erst mal sehr überzeugend Und dann ist die Beschreibung eine Geschichte erzählen eigentlich auch nur so ne Metapher dafür was sich entwickeln muss, was sich am besten irgendwie stringent entwickelndes produzieren.

00:39:49: Aber es kann ja auch gerade – ich stelle mich jetzt nur so vor – die Verweigerung einer Entwicklung sein und wie das nicht kippst nicht solo rum.

00:39:56: Mir fällt dazu

00:39:56: ein von John Coltrane bei Fabulous Things.

00:40:00: Da spielt doch Michael Tanner so ein ganz langes Solo-Nur aus Proof!

00:40:05: Einfach

00:40:05: nur immer den gleichen Hof und wechselt so ein ganz bisschen durch die Akkorde.

00:40:08: Ja, das ist da psychedelisch.

00:40:10: Unglaublich intensiv!

00:40:12: Und

00:40:12: melodisch ganz wenig passiert wenn überhaupt die Top-Node von den Poesings, die er spielt, ein bisschen

00:40:19: sich verändert

00:40:20: aber das passiert eben doch ganz viel.

00:40:47: Melodisch also Melodie.

00:40:48: Ich weiß, du bist Melodiker.

00:40:49: Aber wir sind Taitaunen.

00:40:50: Melanie ist toll, aber sie ist nicht die

00:40:56: Frau.

00:40:57: Ich stehe voll auf Harmonie und ich steh voll auf so einen

00:40:58: Affekt.

00:40:59: Natürlich!

00:40:59: Aber ihr müsst natürlich euch viel intensiver... und hauptsächlich mit der Melodieentwicklung beschäftigen.

00:41:04: Wir haben immer noch die anderen Komponente viel.

00:41:07: Man kann mit dem Melodieinstrument an so einer Energie in seinem energetischen Flow auch teilnehmen, wenn wir Take-Five spielen bei Pure Desmond das hat Johann irgendwann sich ausgedacht und es fand ich eine geile Idee.

00:41:17: dann machen wir versuchen dass auch so ähnlich wie da.

00:41:19: also das ist einfach die ganze Zeit fließt und es hört nicht auf als finde ich mehr es gibt weniger sondern es hat eben dieses statische diese psychedelische fünfvierteltag geht im Kreis auch nicht drum einen Bogen zu machen oder eine Geschichte, sondern einfach daran teilzunehmen an dieser Fahrrad-Tage.

00:41:37: Möglichst lange ein bisschen Energie

00:41:39: reinzugeben

00:41:40: und vielleicht wieder ein bisschen energie raus, weil dann eine nächste kommt.

00:41:42: aber das muss immer fließt es muss die ganze Zeit so treiben irgendwie das macht das irgendwie aus.

00:41:46: ich glaube da hat er auch recht und ich glaub dass ist noch der Grund für den Erfolg von Take Five.

00:42:21: wenn nämlich dieses Schlagzeug das die ganzezeit macht also im Original auf dem Dave Rubik da hast du dieses... Das ist die ganze zeit dar und auch diese Ostinate was das Klavier spielt Die ganze Zeit, das macht es wuschig im Kopf.

00:42:33: Das ist gleiche oder nicht ganz so?

00:42:35: Es transformiert sich

00:42:39: doch auch.

00:42:40: Du sagst, es macht sich wuschig.

00:42:43: Ich finde, dass man eben psychedelisch kommt ...

00:42:49: Meditativ!

00:42:50: ... in Trance

00:42:52: und

00:42:52: Zustand, wo man nicht will, dass es wieder

00:42:54: aufhört.

00:42:56: Da gehst du als anderer Mensch raus.

00:42:58: Absolut.

00:42:59: Insofern glaube ich...

00:43:00: Ja, die Transformation kann sich auch anders darstellen oder vermitteln.

00:43:04: Oder kein anderes Ergebnis haben als jetzt, dass man sich wahnsinnig viel Wildes verändert.

00:43:10: Das kann auch gerade dadurch das ich erst mal gar nichts verändert trotzdem dann im Hören und Mitempfinden eine Veränderung sich einstellen.

00:43:18: Das läuft mir total.

00:43:19: Also

00:43:20: eigentlich läuft es ja darauf hinaus ist ein Solo zwar eine Geschichte erzählen kann und eine Entwicklung haben kann, aber eigentlich auch ein ganzes Stück eine Entwicklung hat.

00:43:30: Egal ob da ist ein Solo drin oder

00:43:34: nicht.

00:43:34: Und Solo in Improvisationen?

00:43:36: Da habe ich es auch noch in der Geschichte zu.

00:43:37: Ich habe so kürzlich einen Workshop gegeben, wo auch ein amerikanischer Jazzmusiker anwesend war.

00:43:42: Er hatte dann die Geschichte erzählt von Pep Metzini, dass er gesagt hat früher wäre das bei Peppet Metzilli so gewesen, wenn er ein Solo gemacht hat oder aufgenommen hat im Studio ...fünfzig Soli eingespielt hat, daraus die besten Bits rausgenommen, zusammengeschnitten.

00:43:57: Das dann auswendig gelernt und das nochmal aufgenommen in Variationen.

00:44:02: Und so viel zum Thema Improvisation.

00:44:04: Dann habe ich gesagt, echt jetzt?

00:44:06: Was mit Keith Jarrett?

00:44:07: Dann habe er gesagt, Keith Jarret doesn't count!

00:44:11: Keith Jarred doesn't count... Da ist es was anderes.

00:44:14: Der wirklich versucht immer dieses reine Improvesieren.

00:44:17: Das finde ich auch total geil.

00:44:18: Aber das hat Zeit natürlich dadurch ein bisschen mehr an bei Pepithinis.

00:44:23: Darauf genagelt.

00:44:24: Aber ich find das auch krass vom Gedanken her, weil immer alles sagt ja im Bruder frei muss alles immer sein und so.

00:44:31: Und Pat Metheny einer der bekanntesten Jazz Musiker aller Zeiten hat das wohl sehr von wegen Vorbereitung und so, ne?

00:44:38: Ja.

00:44:41: Aber da sind wir wieder auf

00:44:42: eine Typen-Sache

00:44:43: über die Persönlichkeit.

00:44:45: Je nachdem wie man halt ist, Keith Jert ist halt nicht so der ... Wenn die jemanden sagen würde, hier macht das mal.

00:44:54: Bisschen

00:44:55: bescheuert?

00:44:56: Aber da muss man wirklich

00:44:58: austarieren,

00:44:59: wo man selber steht und was ein Mensch spricht.

00:45:02: Und das wiederum bringt mich zu einem anderen Spruch, den ich von einem gehört hab vom Schüler.

00:45:07: Mir geht's in dem Prozess nicht um das Ergebnis.

00:45:10: nachher nach der Lustig- Ich glaub... den meisten Künstlern geht es eher um das Ergebnis als im Prozess.

00:45:17: Also kommt drauf an, natürlich immer den Prozess genießen und erleben.

00:45:20: Und vielleicht hat es auch was damit zu tun, dass man das halt einfach zum Spaß für sich zur Freude macht.

00:45:25: aber wenn ich in der Platte mache dann geht's mir echt ums Ergebnis.

00:45:28: Ich will echt, dass das Ergebnis gut ist und wie der Prozess jetzt war Hauptsache er ist am Ende... ...es ist das Ergebnis so.

00:45:36: Natürlich kann man sagen Man will auch, man hat da vielleicht einen Ehrenkodex, dass man eben nicht zu viel rumschneidet oder so.

00:45:45: Aber am Ende ... Ich meine es selbst bei Karyan wurde geschnitten was das toll kält und so, also eigentlich warum nicht?

00:45:51: Ja aber bei Keith Gerald wahrscheinlich eher nicht.

00:45:53: Also Keith Gerald ist

00:45:56: dann der Prozess wahrscheinlich... Aber bei einem Solo ist doch der Unterschied zwischen Prozess und Ergebnis gar nicht richtig feststellbar.

00:46:03: Also wenn man sagt, ich mache jetzt ein Platte und dann ist der Prozess die Aufnahme und das Schneiden

00:46:07: usw.,

00:46:08: aber wenn man die Musik selber macht

00:46:10: ... Beim Live-Solo ist es was anderes?

00:46:12: Ist doch der Prozesse und das Ergebnis... sind ja identisch.

00:46:17: Ja sicher!

00:46:19: Das ist etwas anders.

00:46:20: Eine Platte machen ist eben auch was anderes.

00:46:22: Das ist auch so anakronistisch.

00:46:25: Ich meine, wer braucht heutzutage noch eine Platte?

00:46:27: Oder warum müssen Aufnahmen gemacht werden?

00:46:29: Weil die Live-Musik wird ja aus dem Grund immer wichtiger weil da die Musikindustrie niederliegt und nur noch diese Streamingdienste sind Und die Leute, wenn sie schon Musik erleben wollen, dann auch eben genau dieses Live-Versuchen.

00:46:43: Also diese Live-Erfahrung, dass man dabei sein darf wie es geschieht und dass man euch mal ohne Netzen doppelt den Boden, da kann Pat Metzgin jetzt was auswendig gelernt haben, aber er muss trotzdem jetzt auch selber spielen.

00:46:55: oder ob ich auch immer ... Ich habe auch mein Mal Soli mir zurechtgelegt das gebe ich offen zu.

00:47:00: Aha.

00:47:02: Nein, absolut!

00:47:03: Ich hab auch meine Pfeile im Köcher, ich hab meine Licks und Hilfsmittel, wo ich weiß, da komm' ich auf jeden Fall drüber wenn alle Strecke reißen.

00:47:10: Man kann ja nicht frei sich in irgendwas reinschmeißen ohne irgendeinen Sicherheitsnetz.

00:47:19: Sonst geht man runter

00:47:20: oder?

00:47:20: Da logisch.

00:47:21: Kann mal

00:47:22: untergehen, muss man

00:47:23: nicht.

00:47:25: Denkt davon ab wie gut man schwimmt.

00:47:26: Und von der Tagesform... Ja.

00:47:29: ...und von einem persönlichen... Von allem.

00:47:32: Persönlichkeit ist ein Stichwort, das ja jetzt häufiger vorkommt.

00:47:35: Das ist aber auch total einleuchtend, weil es so klar ist, dass es von unterschiedlichen Persönlichkeiten unterschiedliche Musikmachern anders improvisieren anderen Zugang haben und die Schwierigkeit und die große Aufgabe finde ich, das habt ihr schon gelegentlich in euren Gesprächen geäußert, ist die eigene Persönlighkeit zu entwickeln, zu entfalten und ihr Raum zu geben und erst mal zu sagen Was auch als Laienmusiker ist meine musikalische Persönlichkeit etwas, das der Pflegebedarf und auch der Pflegewürdig ist.

00:48:09: Und ein Prozess und so weiter in Anspruch nehmen darf.

00:48:13: Ja, das braucht nur so viel Mut zu, viel Mut sich selbst auszuhalten!

00:48:19: und sich selbst einigermaßen gut zu finden.

00:48:22: Und auch nicht zu

00:48:22: gut, so ha-ha, guck mal wie

00:48:25: geil!

00:48:25: Also das ist bisher auch ein schmaler Grad vielleicht... Aber die meisten Leute sind eh auf der anderen Seite unterwegs, dass sie sagen oh ich bin zu scheiße oder ich kann doch nicht wehrt, dass andere Leute... aber sprich nur ein Wort mit meiner Ziele gesund.

00:48:41: Ja, nee, aber dass man halt

00:48:44: quasi

00:48:47: mir zuhört irgendwie, ich weiß nicht warum?

00:48:50: Ich bin eher in der Rampen-Sau.

00:48:52: Das andere Problem, dass ich überpäße, muss mich einen Zaum halten.

00:48:57: Aber die meisten meiner Schüler haben das gegenteilige

00:49:03: Thema.

00:49:03: Es ist in deiner Jazz Academy auch so, da die Rückmeldungen immer sehr positiv sind und die Haltung aber eigentlich immer eher ... Ach, ich kann jetzt noch gar nicht viel und soll überhaupt was spielen?

00:49:15: wird aber durch diese positive Rückmeldekultur und Wertschätzung noch ein bisschen bestärkt.

00:49:22: Wenn die mich alle toll finden, bin ich vielleicht gar nicht so doof wie ich dachte.

00:49:27: Das ist auch ein wichtiges Element auf dem Weg eine eigene Haltung zu sich selber zu finden.

00:49:32: Absolut!

00:49:34: Hast du recht, das stimmt.

00:49:35: Das ist einer der Vorteile von diesen Community-Gedanken an so einer modernen Unterrichtsart wie wir sie jetzt betreiben.

00:49:41: Allein hast Du das nicht!

00:49:42: Der Lehrer kann dir alles sagen.

00:49:44: es ist immer nur pädagogisches Lob aber wenn Leute die auf deiner Ebene sind mit Augenhöhe oder jeder ist irgendwo anders Aber das kann man viel besser annehmen oder

00:49:53: ernst

00:49:54: nehmen oder was glaubt man denn eher?

00:49:58: Ja das stimmt, das ist eine große Kraft für die Community.

00:50:01: hart, das

00:50:02: finde ich auch Und ich bin auch noch mal immer Persönlichkeit an mir jetzt wirklich öfters, aber es ist eben auch so fühlen zu sehen.

00:50:13: Es ist einfach so reichhaltig zu sehen wie jeder seine eigene Persönlichkeit im Spiel entwickelt.

00:50:19: Also das ist total schön und wenn man so unmittelbar hintereinander hört fällt es natürlich noch viel mehr auf.

00:50:25: Das zeigt aber auch nochmal die Kunst der pädagogischen Person, die in der Lage ist, so viele unterschiedliche Persönlichkeiten zusammenzuhalten und auch individuell zur Entwicklung zu bringen.

00:50:38: Das kannst du sicher sehr gut tun!

00:50:41: Also ich finde halt bei der Persönlichkeit.

00:50:43: es gibt einerseits diesen Rodiamant-Moment, der natürlich immer schön ist und an dem es oft immer anfängt und wo man das wichtig, dass man das wertschätzt und würdig den Zeug tut, da was?

00:50:56: Aber wenn dann jemand das so auselaboriert wie du und ich meine, ich weiß dass du deine ersten griechische Stücke die kenne ich glaube schon seit acht Jahren oder so.

00:51:07: Fünfzehn

00:51:08: Jahre.

00:51:09: Und sie sind aber eben auch nicht schlechter geworden in der Zwischenzeit.

00:51:13: Wenn ich mal was höre, wenn du hier bist und ich höre es... Dann denke ich mir wahnsinnig, das ist schon cool.

00:51:19: Ich hab mal Anja irgendwo eine Aufnahme gehört oder so und dann habe ich das mitgekriegt.

00:51:23: Oder ich hab die Noten gesehen ... Aber jedenfalls hab ich gemerkt Wahnsinn wie es besser wird.

00:51:28: Also wenn's nicht dabei bleibt dass man sagt okay ich bin an der Persönlichkeit Und ich darf meinen Wort erheben Sondern wenn man dann sagt So jetzt elaboriere ich das aber Jetzt schaue ich ja mal Wie kriege ich das auf eine Exzellenz sozusagen?

00:51:45: Auf ein so exzellentes Niveau,

00:51:47: wie ich kann.

00:51:49: Und dann ist es erstens erhöht man den Wert.

00:51:53: Zweitens finde ich irgendwie auch... zeigt man dass man selber der Sache wirklich einen Wert beimisst also dass man selbst wertschätzt.

00:52:04: und drittens je mehr man das macht desto mehr Es hebt sich die Persönlichkeit ab von anderen Persönlichkeiten, und deswegen desto mehr wird es auch unvergleichbarer oder tritt plötzlich aus diesen Konkurrenzgefühle raus.

00:52:20: Das ist scheißegal!

00:52:21: Wie Keith Jarrett spielt Keith Jarret.

00:52:24: Und wenn Pat Metheny über den selben Standard improvisiert ... Ist das egal?

00:52:29: Das kann man gar nicht mehr... Man kann nicht sagen, was ist besser.

00:52:32: Das eine ist ein Keith Jarrett Solo und das andere ist ein Pat Methini Solo und es ist wurscht!

00:52:36: Und ob der eine das so macht unter anderem dass er zu seine Sache und das ist eben genau das geile.

00:52:43: wenn man also je mehr man hier in seiner Personalstil verhält und sagt ich steh dazu und ich mach den weiter Ohne den Traditionsgedanken, die du als erstes Wort genannt hast.

00:52:52: Die mir sehr gefallen hat ganz außer Acht zu lassen und ich stehe auch irgendwo in einer Jazz-Tradition Und es gibt vielleicht auch Blues oder Es gibt vielleicht ein Sound der damit zu tun und nicht will mit dem mich irgendwie verbinden.

00:53:04: Wenn man das schafft dann wird das halt irgendwie total geil.

00:53:07: Das ist auch das wo glaube ich die meisten Leute dann mitresonieren und sagen Boah da spielt er aber gut Weil das gelungen ist Ein eigenes Stil mit Traditions Gedanken mit Bezug auf die Tradition weiterzuentwickeln und zu einer Exzellenz zu bringen, für sich steht und unvergleichlich ist.

00:53:26: Und diese Exzellenz, was auch immer das eben heißen mag... Also die Perfektion sozusagen unter Anführungszeichen mit Perfektionen gibt es ja nicht.

00:53:33: Reife vielleicht

00:53:33: auch nicht?

00:53:34: Ja!

00:53:34: Diese Reife zu erwirken kann man nur selber schaffen.

00:53:37: Das kann niemand anderer, niemand anderer kann das sich erarbeiten, was du dir erarbeiten kannst.

00:53:42: Und das ist so wichtig und das ist auch wieder dieses Gleichnis mit diesen Talenten, dass man das Talent halt nicht vergeuten soll, sondern dass man natürlich auf die Bank bringen muss oder irgendwie du musst mit deinem Talent etwas tun.

00:53:51: Arbeite mit deinen Talenten.

00:53:53: Ich nehme erfreut zur Kenntnis, dass schon die zweite biblische Anspielung

00:53:57: ist.

00:53:57: Einer Zufall!

00:54:00: Aber ich finde man ist eben wahnsinnig gut beraten wenn man jemand hat die einem hilft an sich selber an der Stelle zu arbeiten und sich zu weiterzuentwickeln und neue Ideen einbringt und bewährt das unterstützt irgendwelche Verirrungen vergüten möchte und so.

00:54:17: Also dieser Entwicklung der Persönlichkeit, auch der musikalischen oder der künstlerischen... Du hast ja gesagt es gäbe eine künstlersche Existenz an der also alle deine Schülerinnen arbeiten sollen.

00:54:30: Wenn man das nicht alleine machen muss ist man ja wahnsinnig gut beraten und hat unheimlich große Unterstützung.

00:54:37: Ja das kann man leider gar nicht glaube ich.

00:54:39: Ganz ehrlich, ich hab ja auch immer Helfer gehabt beim Studium.

00:54:43: Wir unterstützen uns gegenseitig und wir unterstützen unsere Schüler natürlich.

00:54:47: Man braucht immer einen... Ich glaub es kann man nicht ganz alleine.

00:54:50: Man kann sehr viel alleine arbeiten aber dann kann man mit Büchern helfen sich die Leute meistens.

00:54:55: Und deswegen gibt's diese ganzen Meisterkurse und sonst was Masterminds von Künstlern oder Künstler treffst.

00:55:02: also da gibts schon alles Mühe.

00:55:04: Man braucht irgendeinen Echo-Raum

00:55:07: Ja, sehr schön.

00:55:12: Dann haben wir die letzte Frage, den wir noch haben?

00:55:21: Was nimmt ihr aus dem Gespräch mit?

00:55:24: Wichtigster Punkt!

00:55:24: Soll ich anfangen oder was?

00:55:26: Ich nehme ganz konkret mit bei meinem nächsten Solo, wie ich vorhin schon gesagt habe.

00:55:29: Da warte ich erst

00:55:29: mal.

00:55:30: Sehr gut

00:55:31: und dann nehme ich mit, dass sich dieses Mekko-Aetheiner-Solo wo sich gar nichts entwickelt hören will.

00:55:38: Wir haben es jetzt hier im Podcast eh schon einmal kurz angespielt aber ich empfehle dir auch, hörte das ganze Solo

00:55:42: an.

00:55:45: Ich nehme mit, der Gedanke war mir noch so durch den Kopf gegangen die ganze Zeit.

00:55:49: Dieses faszinierende Zusammenspiel aus ... Dingen, die ich gelernt habe

00:55:58: und

00:55:59: der Inspiration von Gott, dem Universum von was auch immer man die empfängt oder aus sich selbst heraus wie auch immer aus der Seele

00:56:10: Und

00:56:10: wie dieses Zusammespiel ist.

00:56:12: also dass das eigentlich darum geht, ne?

00:56:13: Dass es ein Zusammespiel ist in dem Ausgebildeten und dann durch die Inspiration wird es quasi zur Musik.

00:56:21: man transformiert, quasi das Gelernte im Kunstwerk.

00:56:25: In dem

00:56:26: oder ein Werk, sagen wir erst mal so, indem man einfach was herausgibt sozusagen.

00:56:31: Das ist ein

00:56:33: bisschen das Bild, was ich mitnehme.

00:56:35: Schön!

00:56:35: Also ich nehme das mit der Transformation, dass man eine Geschichte erzählt aber... Ohne Worte, und das ist der Transformationsgedanke.

00:56:44: Das war mir gar nicht so bewusst, dass es im Gespräch entstanden ist.

00:56:48: Ich denke beim Reden, deswegen mag ich auch den Podcast gerne.

00:56:53: Und das ist mir dadurch deutlich vor Augen gekommen.

00:56:57: Das finde ich total geil!

00:56:58: Und das Zweite ist, dass ich mitnehme, dass der Rohdiamant der eigenen Persönlichkeit

00:57:05: bei

00:57:06: unseren Schülis, wie ich immer sage ...

00:57:09: Sorry...

00:57:12: Es liegt gemeint, dass es da auch geht.

00:57:14: Da ein bisschen mehr in die Exzellenz zu gehen und das eben weiter zu elaborieren so wie der Martin macht als er quasi wie einen Vorreiter dafür.

00:57:22: Und ich habe aber da ja auch so eine Kollegen, du weißt wen ich meine?

00:57:25: Und der da auch schon sehr intensiv macht oder jetzt auch schon sein Album aufnimmt und so.

00:57:30: Und da glaube ich, geht's auch darum den eigenen Stil zu schärfen und bei allen anderen natürlich also dass man den eigenen stil eben findet Würdigt, wertschätzt.

00:57:40: Aber es darf er nicht belässt.

00:57:42: Sondern

00:57:43: dann sagt und jetzt mach ich das ... Das war bei mich irgendwie weil... Das ist nämlich genau... Und dass das trotzdem den Traditionsgedanken nicht ausfließt, das war auch sehr schön.

00:57:53: Also ich fand das ein sehr schönes Gespräch.

00:57:55: Ich hab richtig was mitgenommen selber!

00:57:57: Und äh.. Ich hoffe unsere Zuhörerinnen

00:58:01: auch ne?

00:58:02: Weil ihr wisst ja Ein Leben ohne Jazz ist möglich

00:58:07: Aber sinnlos.

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