Macht uns das Unperfekte einzigartig, Julia Knop? – Folge 19
Shownotes
Perfektion – ein lohnendes Ziel oder eine Sackgasse?
In dieser Folge des Jazz Life Podcasts sprechen wir mit der Fotografin Julia Knop über eine Frage, die weit über Fotografie und Musik hinausgeht: Was macht uns als Menschen wirklich einzigartig?
Gemeinsam gehen wir der Spannung zwischen Perfektion und Individualität nach. Warum entstehen oft gerade aus Fehlern die spannendsten Ideen? Weshalb kann Kreativität dort wachsen, wo Begrenzungen existieren? Und was verändert sich, wenn künstliche Intelligenz scheinbar mühelos perfekte Ergebnisse liefert?
Ausgehend von Julias jahrzehntelanger Erfahrung als Fotografin entwickeln sich überraschende Parallelen zum Jazz: Improvisation, Zufall, Persönlichkeit und der Mut, nicht perfekt sein zu müssen. Es geht um den Wert des eigenen Ausdrucks, um die Freude am Selbermachen – und darum, weshalb echte Kunst immer mehr ist als ein perfektes Ergebnis.
Ein Gespräch über Kreativität, Inspiration, KI, Perfektionismus und die Frage, warum gerade das Menschliche niemals ersetzbar sein wird.
Themen dieser Folge:
• Perfektion – Ziel oder Hindernis?
• Warum Individualität wichtiger wird als technische Perfektion
• Kreativität durch Fehler, Zufall und Begrenzungen
• Was KI mit Kunst und Kreativität macht
• Fotografie und Jazz – überraschende Gemeinsamkeiten
• Warum Selbermachen unser Erleben verändert
• Inspiration, Routine und die Kunst, locker zu bleiben
Der Jazz Life Podcast geht damit in eine Sommerpause - die nächste Folge erscheint aber wieder wie gewohnt am 28. September hier - und überall, wo es Podcasts gibt!
📷 Mehr über Julia Knop:
Wenn Du neugierig auf Julias Arbeiten geworden bist, schau unbedingt auf ihrer Website vorbei. Dort findest Du eindrucksvolle Reportagen, Porträts, Langzeitprojekte und Reisefotografie – Bilder, die genau das widerspiegeln, worüber wir in dieser Folge sprechen: Persönlichkeit, Authentizität und den Blick für das Besondere im Alltäglichen: https://www.juliaknop.com
🎹 Mehr über die Jazz Piano Academy:
Wenn Du als erwachsener Musikbegeisterter Jazz improvisieren lernen und dabei nicht einfach perfekt spielen, sondern Deinen eigenen musikalischen Ausdruck entwickeln möchtest, dann informiere Dich hier über die Jazz Piano Academy: https://www.jazzpianoacademy.de
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Wenn Du auf dem Saxophon Deine eigene musikalische Persönlichkeit entdecken möchtest – mit einem klaren Übeplan, persönlicher Begleitung und einer motivierenden Community – dann erfahre hier mehr über Cool Jazz Styles: https://www.cooljazzstyles.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Perfektion kann ja auch eine Aufgabenstellung sein.
00:00:02: Oder es kann ein Ziel sein, diese Virtuosität oder die Perfektion anzustreben ist eigentlich ein gutes Ziel.
00:00:11: Also als Ziel?
00:00:12: In Kombination,
00:00:13: oder?
00:00:13: Wir
00:00:13: können nur scheitern darin.
00:00:16: Wobei wenn ich mir manchmal die Mamoskulturen aus Griechenland oder was weiß ich angucke... Du guckst dir die an und denkst Es ist perfekt!
00:00:23: Aber es gibt natürlich auch das Glück des Anfängers.
00:00:26: Also wenn man einfach in einer Kunst oder ein Bereich irgendwie einsteigt, dann auf einmal kommt was Virtuoses heraus und dann denkst du, also hat mal eine ebene Kamera in der Hand und so macht super Foto.
00:00:38: Das hätte ich jetzt aber nicht hingekriegt.
00:00:40: Manchmal auch verkrampft in dieser ganzen Professionalität um die technischen ganzen Bedingungen zu erfüllen.
00:00:47: Es ist ja weder die Herausforderung wieder locker zu werden...
00:00:53: Willkommen zum Jazz Live Podcast.
00:00:55: Ich bin Anja
00:00:56: Moab hier,
00:00:56: Nistin und ich bin Lorenz Harnes
00:00:58: in Asakson-Fest.
00:00:59: Wir unterstützen erwachsene Musikbegeister der Reihe Erfolgenreich mit Struktur und viel Spaß jazzisch
00:01:05: gehört Und in diesem Podcast lassen wir dich teilhaben an wertvolle Erkenntnissen und Erlebnisse Denn ein Leben ohne Jazz ist nötig aber sinnlos.
00:01:20: Und wir haben die Fotografin Julia Knob heute zu Gast.
00:01:24: Erstaunlich, eine Jazz-Fotografin sozusagen im Jazz Live Podcast.
00:01:28: Hallo!
00:01:29: Hallo Schön das hier sein kann.
00:01:32: Ja
00:01:32: schön dass du
00:01:33: das hast.
00:01:34: Super schön!
00:01:43: Julia wenn du... Wir haben gleich ne Frage an dich.
00:01:45: Wenn du
00:01:45: das Wort Jazz hörst was fällt dir als erstes ein?
00:01:49: Welche drei Worte fand ihr als erstest ein?
00:01:51: Ganz spontan
00:01:54: A l o r e p f Improvisation, Club und ... Sag zufohlen.
00:02:05: Ja, das sind vier!
00:02:08: Nicht schlecht.
00:02:09: Lauren zwar gab ich nur Spaß?
00:02:11: Nein.
00:02:12: Also du bist schon eine große Verbindung mich zum Jazz Wobei ich natürlich auch, mein Vater hat auch Jazz gehört.
00:02:19: Ich bin ein bisschen mit der Musik aufgewachsen und war auch in Jazzclubs auf meinen Reisen, ja?
00:02:26: In New York sogar mal
00:02:27: usw.,
00:02:28: also ich habe schon eine kleine Beziehung zu Jazz.
00:02:30: aber dann die nähere Beziehungen entstand dann auch ... Ja, ich hab ja Lorenz beim irgendwann über einen Job kennengelernt.
00:02:38: Ja genau, du hast mich für die Brandeinzeiten der Geschichte über mich gemacht und da hast du mich fotografiert und ich dachte so wahnsinn voll professionell, voll krass!
00:02:45: Und du hast auch urkuhle Fotos gemacht, weil noch die besten Fotos, die ich je gesehen habe, die jemand im Birdland gemacht hat... Wir sind dann zum James.
00:02:54: also erst mal waren wir in diesem Bunker von mir wo quasi kein Licht war.
00:02:58: Das war sautdunkel, das ist in so einem ehemaligen Luftschutzbunker früher unterrichtet... ...in der Löhmstraße und da war es super dunkel und kalt!
00:03:06: Und dann sind wir noch zur Jam-Session ins Birdland gegangen weil du irgendwie so live was sehen wolltest.
00:03:11: die Fotos hab ich noch teilweise Und das ist so geil, wie du es geschafft hast.
00:03:15: Du fotografierst die Stimmung aufgenommen.
00:03:19: Du hast mich auf eine Art erwischt, wie es kein anderer geschafft hat und man sieht trotzdem niemand anderen.
00:03:23: Also datenschutzgrundverordnungsmäßig
00:03:25: ist
00:03:25: auch super okay!
00:03:27: Keiner muss gefragt werden.
00:03:28: Obwohl da ganz viele Leute waren, Publikum andere Musiker sieht man nur mich auf der Bühne, meine ich zu hell?
00:03:34: Wie hast du das hingekriegt?
00:03:35: Das ist echt krass.
00:03:35: Ich glaube, das war gar nicht mehr für den Job.
00:03:37: Für den Job habe ich noch ein paar Träge gemacht an der Löwenstraße, mein ich noch damals.
00:03:41: Ja in dem
00:03:41: Café
00:03:42: Genau Und die Fotos mochtest du, glaube ich auch ziemlich?
00:03:46: Ja.
00:03:49: Mir war das ein bisschen zu businessmäßig aber ich fand diese anderen Fotostäger halt im Bunker und diese im Club sind nicht cool.
00:03:56: Und vor allem damals war das ja noch alles analog.
00:03:58: Das heißt hier hat es auf Mittelformat gemacht irgendwie sechs, sieben und entsprechend waren die Empfindlichkeiten gar nicht so hoch.
00:04:05: Das war nochmal eine besondere Schwierigkeit.
00:04:07: Aber du hast mir letztens noch mal geschickt habe ich gedacht doch... ist schon cool analog.
00:04:13: Aber ich bin natürlich als Fotografin echt froh, dass es das digitale einfach gibt und weil da natürlich viel mehr Möglichkeiten gibt gerade in diesen ganzen Dunkelbereichen usw.
00:04:23: Und man kann das ja auch am Rechner dann so nach.
00:04:26: Nachbauen.
00:04:27: Obwohl das Spannende natürlich auch immer ist, man weiß ja nicht was drauf ist?
00:04:30: Genau!
00:04:32: Diese leichte Magie, diese kleine Funke, die immer noch so ein bisschen unberechenbar
00:04:36: kann.
00:04:37: Die Ungewissheit.
00:04:38: Findest du, dass hat etwas mit deiner Kreativität gemacht oder mit der Art, wie du an Bilder rangehst?
00:04:44: Der Umstieg jetzt von digitalen Analog oder generell analog... Also damit bin ich natürlich überhaupt in die Fotografie gestartet.
00:04:52: Analog, also das war immer diese Spannung.
00:04:55: Man fotografiert und man gibt es ab.
00:04:57: Man weiß erst nach einer Zeit was ist jetzt drauf?
00:04:59: Und dieses Warten hat schon Magie auf jeden Fall.
00:05:06: Aber manchmal sind Sachen auch nicht gelungen oder man hatte eine Begrenzung.
00:05:09: Man hatte natürlich auch eine finanzielle Begrenzung.
00:05:12: Das Material kann man sehr teuer dazu entwickeln usw.
00:05:17: Und das war schon auch gut, ne?
00:05:21: Weil es reicht dann unter Umständen auch.
00:05:25: Ja klar!
00:05:26: Also mehr ist nicht unbedingt mehr Qualität.
00:05:30: Die Begrenzung ist überhaupt ja eine Möglichkeit.
00:05:32: also... Ist auch ein Gegenüber,
00:05:36: ne?!
00:05:36: Also weil du ja durch die Grenze musstest dich ja auch ein gewisserweise reiben mit der Grenze
00:05:42: und dich
00:05:43: damit auseinandersetzen.
00:05:45: Ich fand aber auch cool Als ich gesehen habe, ich war mit den Kindern auch mal da.
00:05:51: Da hat sie zu mich eingeladen in einen Deichdorhallen oder woher das?
00:05:54: Nein, in den Messehallen!
00:05:56: deine erste Ausstellung, die ich gesehen habe?
00:05:58: Also das war ja ein ganz groß angelegtes Projekt Global Avenue.
00:06:03: Weil mir aufgefallen ist einfach... Ich hab auch sehr viel Reisefotografie gemacht, dass sich die Städte und die Orte immer mehr annähern.
00:06:09: Das ist heute für uns selbstverständlich aber damals war es so okay.
00:06:12: jetzt fahre ich irgendwie um die halbe Welt und war das selber iPhone Klingeln oder den Starbucks-Bächer und das war wiederum davor nicht so.
00:06:21: Man hatte ein gewisses Erlebnis von Exotik oder Fremdheit.
00:06:25: Und es fing an, sich aufzulösen und da habe ich gedacht wie kannst du das darstellen?
00:06:30: Also der Name ist ja Programm Global Avenue.
00:06:34: Ich bin dann in verschiedenen Städte und auch Kontinente einfach gegangen und hab mir eine Straße ausgesucht die groß ist und hab dort Menschen fotografiert und einfach auf der Straße mit Teleobjektiv, also rangesuhmt.
00:06:51: Und dann eben verschiedene Szenen, die das so ein bisschen ausdrücken auch dargestellt.
00:06:57: Da hab ich natürlich einiges auch erlebt aber meine These war bestätigt ne?
00:07:01: Also ich war von Shanghai in Nanjinlu eine große Einkaufsstraße bis Sao Paulo, die Avenida Paulista, die Friedrichs Straße in Berlin und die Istiklalkadesi in Istanbul was ja auch ganz unterschiedliche Kulturräume sind.
00:07:17: Aber trotzdem ist diese Angleichung da.
00:07:23: Ich war so wie wir in New York im H&M waren und überrascht waren, dass es gleiche hängt wie in ... Ja genau.
00:07:37: Da hat man das Gefühl, man ist nirgendwo.
00:07:39: Man ist im H & M also die Welt H & m oder was auch immer als C und A?
00:07:45: Ja, es ist der globale Raum.
00:07:51: Was mir gerade
00:07:52: für ein Gedanke kommt, ist diese Globalisierung, die entsteht auf dieser kulturellen Ebene sozusagen.
00:07:59: Die ist ja auch ... Obwohl alles viel verfügbarer wird und überall kann ich alles immer kriegen was ich kenne irgendwie.
00:08:05: Ich fühle mich vor zu Hause quasi kulturell fast.
00:08:09: Und trotzdem ist das ja eine wahnsinnige Begrenzung.
00:08:12: Also, dass es genau umgekehrt wie in der Fotografie also oder überhaupt nicht nur in der Photografie ist auch in der Musik so.
00:08:19: aber dann steht ja auch plötzlich durch diese technische Neuerung und... weiter Ausbreitung.
00:08:26: Es steht wieder eine Begrenzung auf eine andere Art.
00:08:30: Das stimmt, eine Limitierung der Welten eigentlich, die sonst so unbegrenzt eigentlich ist und auch die Menschen gleicher macht mit Sicherheit?
00:08:40: Aber es gibt eben auch das Persönliche im Gleichen.
00:08:43: Ich habe mich erinnert, dass ich diesen Fotos Menschen gesehen hab.
00:08:49: Dadurch, dass es vergleichbar wird, zeige ich jetzt mal.
00:08:52: Siehst du auch die Unterschiede?
00:08:53: Ist ja der Grund, warum habe ich so gern Jazz da und spiele, weil das gleiche Stück von verschiedenen Leuten... Da merkst du wie jemand ist.
00:08:58: oder wir haben vorhin darüber geredet, wie man mit anderen im Vorgespräch, ...wie man durch die Ohren eines anderen hört oder durch die Augen eines anderen sieht hier.
00:09:06: Wir haben hier auch ein neues Set aufgebaut für alle, die jetzt hier bei YouTube sehen.
00:09:11: Weil natürlich Julia sofort eine ganz andere Blick hat.
00:09:13: und auf einmal haben wir gesagt okay dann muss es alles schöner sein, jetzt haben wir Luca die Küche
00:09:16: ausgeräumt.
00:09:17: Und dieses Individuelle wird imgleichen trotzdem aber wieder auch spürbar.
00:09:23: also wenn alle eine Uniform anhaben... Ich weine östere euch auch mal beim Bundesheer und so da siehst du ich habe erst gedacht alle sind gleiche aber genau nicht Weil jeder die Uniform anders anhat, verstehst du?
00:09:33: Und das hat ja etwas Uniformes.
00:09:35: Wenn wir jetzt alle Starbucks haben und Embers auch immer haben... Das ist die Global Avenue, das ist irgendwie Uniform aber es legt dann doch jeder auf seine Art und Weise aus.
00:09:44: Also irgendwo das individuelle kann das sowieso nicht wegmachen.
00:09:48: Das ist auch bei Schuluniformen so, dass erzählen ja auch die Leute dann, dass man sieht wie dann die Schulen haben getragen werden ob sie eben dann gebühlt sind oder nicht
00:09:54: und so was.
00:09:55: Naja, das spiegelt ja auch unseren Bedürfnis der Menschen wieder nach also Zugehörigkeit Und ich gehöre dazu, das zeige ich durch meine Äußerlichkeit und so weiter.
00:10:04: Aber andererseits klar, individuell sind wir alle.
00:10:10: Wenn nie wieder so wird jemand zusammengesetzt sein wie wir es jetzt sind in diesem Moment ... Das ist ja auch irgendwie unfassbar.
00:10:23: Ich glaube, dass spiegelt eher ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit.
00:10:28: Aber ich finde, man sollte eigentlich auch wieder mutig sein und individueller auch wieder sein oder das einzigartige finden.
00:10:36: Ja, mit denen, mit dem die Mann hat sich ausdrücken.
00:10:39: Also es ist, ob ich jetzt den Starwachsbecher so oder so irgendwie hantiere oder was weiß ich?
00:10:45: So zusammenstellen oder die Uniformen so interpretieren.
00:10:49: Das ist ja dann wie eine Form von persönlichem Ausdruck irgendwie.
00:10:53: Das gibt es auch sicherlich, aber ich finde das Thema hat eine andere Dimension bekommen durch KI.
00:10:59: Die ja sich speist aus diesen ganzen schon bereits Entstandenen und da müssen wir aussagen.
00:11:04: also was sind wir jetzt noch als Menschen?
00:11:08: Wenn die KI das alles schneller und sozusagen auf einen viel größeren Fundus zurückgreifen kann um das zusammenzusetzen muss ich mich da jetzt eingrenzen.
00:11:19: oder Wer bin ich dann als Mensch?
00:11:22: Das ist
00:11:23: eine spannende Frage.
00:11:24: Finde ich aber total gut, dass die KI diese Frage stellt sozusagen.
00:11:28: Die stellt uns diese Frage weil wir natürlich auch sonst einfach auch uns gemütlich in irgendwelchen Stereotypen aufhalten konnten und denken ja das ist halt alles individuell, aber letztendlich war es auch nur relativ wiederholbar oder das war eine Wiederholung von etwas was sowieso schon da war.
00:11:45: Ich glaube, das ist ganz gut.
00:11:47: Ja ich finde auch... Man wird dazu aufgefordert.
00:11:50: also für mich kann die KI-Antworten auch schon nicht mehr hören bzw lesen oder KI Bilder wenn irgendwann Plakat gemacht ist mit KI.
00:11:59: Ich habe es auch einmal gemacht und das mir schnell abgewöhnt.
00:12:02: Also das mache ich nicht nochmal!
00:12:04: Weil das ist schrecklich in Wirklichkeit.
00:12:06: Das will kein Mensch einwirken?
00:12:07: Es ist einmal schön, wenn man dann plötzlich das Gefühl von Individualität bekommt, dass was Neues.
00:12:13: Aber sobald es sich von der Form wiederholt wird, wird es sehr schnell sehr statisch oder irgendwie doch vorhersehbar.
00:12:24: Ich finde, man sieht die Grenzen schon sehr schnell.
00:12:26: Also ich habe die Erfahrung gemacht ... Wenn man es ein bisschen ausprobiert, dann sieht man sehr schnell ob was KI ist sozusagen oder nicht.
00:12:34: Also ich weiß nicht wie's den Lehrer in der Schule geht.
00:12:39: Die Kinder erzählen ja auch das sehr viel KI-Hausaufgaben gemacht werden und mit KI oder von der KI sozusagen wirklich hat er die Hausaufgabe gemacht.
00:12:46: Ich weiß nicht ob die Lehrer das immer so merken oder ob sie es merken wollen aber ich glaube... ...the average guy on the street also die normalen Leute auf der Straße werden das ziemlich bald raus haben.
00:12:57: das ist ja nur Ich glaube noch ein bisschen, aber man sieht ja auch, ich habe jetzt doch einen Werbung gesehen für eine Biermarke oder sowas.
00:13:04: Du eindeutig das ganze Bild, kein E-Bild ist.
00:13:08: Also ich glaube bei Produkten oder so ist es gar nicht so leicht identifizierbar?
00:13:13: weil die stiller Fotografie auch schon sehr perfekt war und das kriegt die KI gut hin.
00:13:19: Da ist ein ganzer Bereich in der Fotografier weggebrochen, bei Menschen finde ich es ist erstaunlich wie sehr wir das erkennen können auf Fotos aber es ist auch erstaundlich wie kleine Filmchen
00:13:30: usw.,
00:13:31: wo du es absolut nicht erkennen kannst.
00:13:33: Also selbst als Profi sozusagen.
00:13:35: Ich würde mir jetzt mal zutrauen, dass ich viel erkenne aber ja, nein...
00:13:39: Ich finde bei Bewegtbildern es ist schwieriger weil Bewegbilder oft irgendwie verzerrt sind oder komisch oder irgendwie auch.
00:13:47: du siehst das ja nur kurz.
00:13:48: Aber ein Standbild also wie so ein Plakat, ein Foto etwas das einfach da isst Ich persönlich sehe es da schneller, muss ich sagen.
00:13:55: Ja
00:13:56: und es gibt jetzt ja solle auch eine Regelung geben das ist jetzt angezeigt.
00:14:00: also es muss markiert werden, dass es KI generiert ist und dann hat man schon die Experimente gemacht wie Konsumenten darauf reagieren wenn sie das sehen und verliert sofort an Glaubwürdigkeit die Marke.
00:14:12: Also das sagt sofort ab.
00:14:14: Das finde ich interessant weil Ich glaube, es ist alles noch sehr neu und in Bewegung.
00:14:21: Es wird sich natürlich in fünf Jahren ganz anders sein.
00:14:24: Und wir werden uns auch daran gewöhnen an diese Bilder.
00:14:28: Aber auch das, ich bin jetzt schon lange dabei.
00:14:30: Ich hab ganz viele Wellen mitgekriegt und es wiederholt sich vieles.
00:14:36: Dann kommt die Welle der Authentizität und es kommt wieder analog.
00:14:40: Was jetzt auch ist ... Die jungen Fotografen machen auch wieder analog seit vielen Jahren schon.
00:14:45: Machen aber auch digital so beides.
00:14:48: So wie das Vinyl-Eye.
00:14:50: Ja, genau.
00:14:51: Aber es mir noch für ein Gedanke kam zum Thema KI und Kreativität.
00:14:56: Ich hab dann heute
00:14:56: mit unserer Tochter drüber geredet.
00:14:59: Früher hat sich Kultur oder sagen wir mal ... ich weiß jetzt von Musik aber das ist natürlich in einen Bereich so, ne?
00:15:06: Du hast dich ja entwickeln können also die ganzen klassischen Epochen wie Baroque oder Klassik Romantik und so weiter.
00:15:13: Du hast sich entwickeln können, es gab ja nicht diese Reichweite.
00:15:17: Es haben nur sehr wenige Leute das überhaupt mitbekommen was du gemacht hast.
00:15:21: Sie haben das weiterentwickelt über Jahrzehnte, über Jahrhunderts.
00:15:25: Das war ein langsamer Prozess, der ganz in Ruhe stattgefunden hat.
00:15:29: Und dann haben sie sich wirklich so Blüten ausgebildet und so Stilistiken und eben so tolle einmalige Sachen.
00:15:38: Dann sind
00:15:38: diese einzelnen Epochen so riesige, langsame Wellen.
00:15:42: Heutzutage geht das ja gar nicht mehr.
00:15:45: Auch wenn du als Mensch was Neues kreierst, wo man sagt, die Menschen haben die Fähigkeit, etwas Neues entstehen zu lassen und was die KI nicht kann ... Wird es ja sofort bedingt durch diese Reichweite, ist es
00:16:00: global
00:16:00: verfügbar und sofort wird von irgendeiner KI oder irgendwelchen anderen Künstlern das egal.
00:16:05: Aber von der KI ist natürlich noch extremer übernommen und weiterentwickelt und ist nicht mehr da ins.
00:16:11: Dieser Prozess ist dass sich was ganz langsam setzen und entwickeln kann.
00:16:15: Das finde ich so ein bisschen schade, dass das gar nicht.
00:16:19: mehr funktionieren kann in der heutigen Zeit, weil ich mir denke wir können doch wahrscheinlich auch heute noch Dinge neu erfinden oder neu entwickeln und ganz neue Musik erschaffen.
00:16:33: Es geht aber gar nicht, die Entwicklung wird ja sofort aus der Hand gerissen.
00:16:37: Ja also ist eine Frage der Perspektive, du musst es ja auch nicht ins Netz stellen und jeder
00:16:42: Moment ist absolut
00:16:43: einzigartig.
00:16:45: Der Moment in der Zeit- und Ort ist absolut einzigartig Und du musst es nicht weitergeben.
00:16:51: Also insofern
00:16:52: ... Na ja, er ist wiedergeteilt.
00:16:54: heutzutage, teilt jeder immer alles?
00:16:56: Ja, irgendwie
00:16:57: machst du sie auch
00:16:58: damit's gehört wird oder gesehen wird.
00:17:01: Das stimmt natürlich auch aber ich kann weder diese Langsamkeit nachvorziehen als Bürger also wir können das nicht nachvollziehen als Menschen dieser Zeit.
00:17:09: Diese
00:17:09: extreme Langsamheit die können wir gar nicht mehr so spüren.
00:17:13: und andererseits ist auch die Frage wie schnell können wir eigentlich noch werden in dem Nachvollziehen dieser Entwicklung, das ist ja übermenschlich.
00:17:22: Es wird auch technisch so ... wird die KI uns überholen?
00:17:26: Wir werden nie so schnell sein wie diese KI.
00:17:29: Das heißt, die Frage, wie du sagst, die ist an uns zurückgegeben.
00:17:32: Was ist Menschsein?
00:17:34: Menschsein ist Fühlen.
00:17:36: Einfach ein fühlendes Erlebnis und das kannst du nicht in Bildern ... Du kannst es vielleicht auslösen, gewisse Gefühle Aber das ist auch sehr subjektiv und unterschiedlich, wie etwas wahrgenommen wird.
00:17:49: Und Musik ja genauso?
00:17:50: Ja aber das ist genau
00:17:51: das Tolle am Kunst ausführen
00:17:53: ob man es malt oder fotografiert oder Musik macht oder schreibt.
00:17:59: Diese künstlerische Entwicklung im Allgemeinen die sich dann so setzt, wie du sagst da glaube ich hast so recht... Das ist schade dass sie nicht mehr da ist, dass die sozusagen fehlt dass uns die Entwicklung der Technik sozusagen so weit überholt hat, dass wir gar nicht mehr diese Langsamkeit haben können.
00:18:15: Die wir brauchen eigentlich um etwas Neues überhaupt erstmal bei uns ankommen zu lassen.
00:18:20: aber
00:18:21: das Selbstumgehen mit Musik und selbst eben dieses Lernen und Erleben und eben selbst machen.
00:18:27: aus dem Selbstmachen kommt glaube ich ein Kontakt zu der Sache und auch zur Umwelt die man ja dazu benutzt und seine eigenen Emotionen zum
00:18:36: Ausdruck
00:18:39: keine Entwicklung einen wegnehmen kann.
00:18:40: Und das ist auch, glaube ich, der Grund warum die Leute so ja mehr in selber machen gehen mehr als ins Rezipieren, glaub' ich.
00:18:47: Jedes, ja Fotografer vorzutage oder Musiker oder schreibt ein Buch oder hat ein Podcast
00:18:55: oder macht irgendwie... Also eher heißt die Frage wie die Qualität dann?
00:18:57: Ist es natürlich ein großer Unterschied, wenn du dich Jahrzehnte mit Musik beschäftigst Was ihr dann macht, als jemand, der gerade erst einsteigt und meint er kann das alles.
00:19:07: Und macht das jetzt mit Udio oder was weiß ich mal eben schnell?
00:19:11: Und bastelt etwas Einigermaßen Anständiges und so.
00:19:15: Ja aber die Qualität ist für dich gar
00:19:16: nicht... Also
00:19:17: was heißt schon Qualität?
00:19:20: Ich meine dieses Menschlichkeit zeigt jetzt mal in der Kunst.
00:19:24: Die ist dadurch gegeben dass es einen Menschen macht.
00:19:27: Und wenn die Qualität sagen wir mal, ich meine für die Frage was ist jetzt das Kriterium an Qualität?
00:19:32: da kann man natürlich sagen okay bei dem in dergebnis kann man einer Qualität vielleicht von einer Qualität sprechen aber beim eigenen Leben ist die Qualitet glaube ich nicht so wichtig Sondern es ist eigentlich eher wichtig dass man... Dass es intensiv ist und dass es emotional echt ist.
00:19:46: Und dass es eben überhaupt ein eigenes Erleben gibt.
00:19:48: Ich glaub dass es beim selber machen ein viel stärkeres intensiveres echteres eigenes erleben gibt Alles nur beim Zuhören von Musik, von dem man gar nicht weiß.
00:19:59: Oder vom Betreften eines Bildes, von denen man vielleicht gar nicht weiss.
00:20:02: ist es eigentlich echt?
00:20:04: Also von einem Menschen gemacht und lebendig sozusagen oder ist das eigentlich etwas technisch?
00:20:11: Ja also ich persönlich so in meiner Kunstrezeption finde es natürlich faszinierender wenn ich da eine Geschichte hinterher habe oder ein erleben an wirkliches Erleben.
00:20:22: Auch letztens habe ich einen Fotografen zugehört.
00:20:24: Da hat er von Jobs erzählt, von Erlebnissen auf Jobs.
00:20:27: Das kann ich natürlich sehr gut nachvollziehen.
00:20:29: Es waren sehr chaotische Erlehnisse und ich hab dann hinterher noch gedacht... Ich konnte so spüren wie der gelitten hat auf diesem Job oder dieser Reise oder wie auch immer!
00:20:39: Das war ein wirkliches Erlebnis und wie das dann letztendlich das Foto zustande kam usw.. Ich glaube, man spürt das in der Ausstrahlung von einem Werk unter Umständen auch wenn man die Geschichte natürlich kennt.
00:20:54: Wenn du gesagt hast, dass habe ich jetzt gepromptet das Foto was im Ergebnis vielleicht sogar gleich gewesen wäre und es ist ja.
00:21:01: also ich finde das Erlebnis des eigene subjektive Erlebnisse ist natürlich Das was uns ausmacht und dass wir sie ja natürlich haben wollen was unser Leben natürlich letztendlich überhaupt erst spannen
00:21:12: macht.
00:21:12: Ja klar!
00:21:14: Ich finde aber auch als du gar gesagt hast den Gedanken durch das selber machen, sozusagen mehr diese unmittelbare Erfahrungen entstehen vielleicht heutzutage.
00:21:23: Keine Ahnung was ein Phänomen ist aber ich meine letztendlich früher haben die Leute auch viel mehr musiziert und
00:21:32: gespielt eigentlich eher.
00:21:34: Ja es bringt ja auch andere Menschen hervor.
00:21:35: unter Umständen also wenn Menschen Musik machen in der Familie oder wie auch immer für euch wahrscheinlich völlig normal aber ich mein was das bedeutet Wenn man zusammen Musik macht, Sonntags oder was weiß ich?
00:21:47: Wie das ein verbindet.
00:21:49: Das ist doch ... bringt eine ganz andere Gesellschaft hervor als wenn Leute den ganzen Tag als Familie nur vom Handy sitzen.
00:21:59: Und auch so ne Entfremdung dann stattfindet.
00:22:03: Du sagst das selber erleben auf jeden Fall.
00:22:06: Ist es toller, wenn du nen Pullover strikst und noch ein Ergebnis hast oder wie auch immer.
00:22:12: Solche Komponenten.
00:22:14: Ja, genau.
00:22:17: Man freut sich auch über das Ergebnis selbst wenn das Ergebnis vor der Qualität nicht so hoch ist.
00:22:21: Das finde ich völlig okay!
00:22:23: Ich glaube man kann besser wertschätzen wenn man die Qualität irgendwann mal sieht von einem professionellen oder sehr kunstvollen Ergebnis egal ob es jetzt ein Foto ist oder ein Buch oder eben ein Stück Musik Wenn man versteht was da so gehört.
00:22:41: Das
00:22:41: ging mir auch gerade bei der Hans-Hansen Ausstellung so, die jetzt gerade läuft in Hamburg im Museum für Kunst und Gewerbe.
00:22:48: Also wenn man weiß was das bedeutet analog auf Großformat diese Bilder herzustellen in dieser Qualität was noch mal eine ganz andere Kunstfertigkeit auch und Wissen als Grundlage hat.
00:23:01: Das war zum Niederknien, ne?
00:23:02: Es ist für mich fantastisch!
00:23:04: Und ich hab's dann nach Freundin geschickt.
00:23:06: Ich hab gesagt die Ausstellung ist großartig, also wenn ihr der anguckt wie er die Erdbeere fotografiert hat und hier und da... Also der hatte ja ganz viel Stilllife und Food gemacht.
00:23:14: Und jetzt gesagt, das sieht doch ganz normal aus,
00:23:17: ne?!
00:23:17: Also es war für sie ... Als Konsumentin wusste sie gar nicht zu schätzen, was das bedeutet diese Gegenstände dieses Food irgendwie zu fotografieren.
00:23:26: Und eben auch in Analog, das war natürlich auch ein Vorteil für uns Fotografen weil es war eine gewisse Hoheitswissen was man dann hatte wenn man das alles eingestellt hat und die Ausrüstung usw.
00:23:36: Ja und heute kannst du die Sachen teilweise wirklich easy auf dem Handy machen oder teilweise dieses Stilllife-Sachen auch unproblematisch mit über den KI machen und da kommt noch mal ganz anderes Feld.
00:23:50: also zum Beispiel auch viele Grafiker Fotoszenarien kreieren, die Artdirektoren waren.
00:23:57: Die das jetzt natürlich als selber machen können.
00:24:00: Aber auch da gibt es ja einen Wandel also wo es dann wieder eine Mischung ist zwischen Fotografen und Artdirektorinnen, die das dann wieder so ein bisschen mischen weil es dann auch wieder die Glaubwürdigkeit erhöht.
00:24:11: Daran sieht man wie das Fluch und Segen ist dass alles möglich ist aber dadurch auch verloren geht diese irgendwie zu wertzuschätzen.
00:24:20: was bedeutet überhaupt so einen Blick zu kriegen.
00:24:22: oder eben wie du sagst Ich weiß nicht, ob ich das sehen kann in der Ausstellung.
00:24:27: Wahrscheinlich auch nicht, weil ich mich mit analoger Fotografie gar nicht auskenne?
00:24:32: Ja!
00:24:33: Das ist krass, ja... Also eine gewisse Qualität wirst du natürlich schon auch erkennen.
00:24:37: Du kennst dich unter dem Schnee jetzt mehr aus als diese eine Freundin, die ich da, der ich das genannt hatte oder so was.
00:24:43: Ihr hört ja bei Musik, ihr hört dass es super Tonqualität ist perfekt gespielt also dass ihr hört Sachen wie andere nicht hören.
00:24:54: Und das macht euer Erlebnis ja auch unter Umständen sehr viel reicher.
00:24:58: Ja, das stimmt!
00:24:59: Das glaube ich auch.
00:25:00: Also ich habe es dann mit meinem eigenen Live erlebt oder wahrscheinlich jeder hat der Musik gemacht und du wahrscheinlich auch mit Fotografie.
00:25:05: ne?
00:25:05: Du siehst jetzt wahrscheinlich Bilder anders an als wo du angefangen hast...
00:25:10: ...und Landschaften
00:25:11: und Menschen.
00:25:11: Und überhaupt
00:25:12: genau das ganze Auge
00:25:13: ausgeschulte aber... Ich
00:25:14: heiße Menschen alle.
00:25:16: Also, jetzt nicht in jedem Moment ist man ja nicht ordentlich oder
00:25:19: so.
00:25:19: Aber für meinen Willkommers ja so anmachen jederzeit?
00:25:22: Ich hab es letztens auch gehabt.
00:25:24: Es wäre völlig unangebracht gewesen, da ein Foto zu machen.
00:25:27: Die Situation, dass ich jetzt ein optimales Licht ... Wenn ich das jetzt fotografieren müsste und so, aber ich habe's dann nicht gemacht.
00:25:37: Wäre ein bisschen strange gewesen.
00:25:40: Ja genau!
00:25:41: Also ich weiß noch wie, ich glaube schon öfters das erzählt im Podcast Wenn ich vor meinem Studium Stücke gehört habe, es war einfach laut und wild.
00:25:48: Und hinterher hab ich das alles
00:25:50: verstanden.".
00:25:51: Du hörst das ein paar Jahre nicht?
00:25:53: Dann hörste die gleiche Aufnahme, denkst du, hey!
00:25:55: Das klingt ganz
00:25:56: anders.
00:25:56: Aufgeräumt auf einmal.
00:25:57: Ja,
00:25:58: man versteht einfach was passiert und vorher halt
00:26:02: nichts.
00:26:03: Ich hatte jetzt eine Listening-Session in meiner Klasse.
00:26:05: Es war lustig, um dieser Finale gehört
00:26:07: von dem
00:26:07: Album Charlie Bird.
00:26:09: Wie heißt denn das noch mal?
00:26:12: Ich blende's hier an...
00:26:14: Und dieses,
00:26:17: der spielt Charlie
00:26:17: Byrd
00:26:18: mit Stan Getz und ich spiele so ein Lover-Klassiker.
00:26:21: Ich wusste immer das Geruf geil, dann spielen wir super!
00:26:23: Und ich hab zum ersten Mal gehört... Ich weiß nicht, ob ich das zum zwanzigsten mal gehört oder was?
00:26:27: Zum ersten Mal habe ich gehört, der kannte er weiß überhaupt nicht, was er macht, der Gitarist.
00:26:30: Stan Getze weiß es durch die Ketten,
00:26:31: durch die Changes.
00:26:32: Entschuldigung, das
00:26:32: ist gerade kurz oft Hopping.
00:26:35: Oder vielleicht auch nicht, aber jedenfalls habe ich auf einmal gehört, da spielt ihr nur Blues.
00:26:41: Also, ich spiel die Akkorde
00:26:42: überhaupt gar nicht aus.
00:26:43: Ich spiel einfach
00:26:43: die Bluseleite und die Band fängt an den Chancen zu spielen und merkt dann okay geht nicht.
00:26:48: Und dann gehen sie irgendwie in so einen Mittendrin.
00:26:50: In der Finale
00:26:51: gehen Sie
00:26:51: halt in so ein Wamp und sagen Okay lass Wamp spielen ist egal Und lösen das dann irgendwie?
00:26:56: Kriegen wir es denn irgendwie geregelt dass das nichts macht?
00:26:58: Dass man's eben auch gar nicht merkt?
00:27:00: Das hab' ich erst jetzt, wo ich mit meinen Schülern gehört habe Weil die Schüler hören ja da noch anders zu.
00:27:03: Man hört immer mit den Schülermitt auf einmal also mit den Teilnehmenden bei CoolJestize.
00:27:08: Das war echt krass.
00:27:09: Also wie ich zum ersten
00:27:10: Mal das gehört
00:27:11: habe, einfach nur deswegen.
00:27:12: Das hört ja auch überhaupt nicht auf.
00:27:14: Deswegen macht sich auch so Spaß immer weiter in dem gleichen Gesicht zu vertiefen.
00:27:19: Ich persönlich liebe das eine Sache besonders gut zu können und halt eben nicht alles.
00:27:23: Ich kann es z.B.
00:27:23: mit den Kameras, mit den witzigen Podcastern aufnehmen... Nicht so gut umgehen wie du, wenn man sieht, wie du uns vorhin geholfen hast das hier anzustellen.
00:27:31: Wie du sofort weißt... Man sieht schon wie du dich hinstellst einfach dass du weißt was jetzt gerade gemacht gehört und wo mal da ist der Menü was findet.
00:27:38: Das ist schon cool!
00:27:40: Also ich finde das auf einem tiefen finde ich gut muss ich sagen
00:27:44: Ja es ist schön zu sehen wenn Leute irgendwie von etwas Ahnung haben.
00:27:47: also Ich will mich nicht selber loben oder so aber das geht ja... Nein natürlich immer so man ist auch teilweise erleichtert.
00:27:53: Die wissen jetzt Bescheid, da sind Experten irgendwie und die können was.
00:27:58: Aber es gibt natürlich auch das Glück des Anfängers.
00:28:00: ja also wenn man einfach in einer Kunst oder ein Bereich irgendwie einsteigt dann auf einmal kommt etwas virtuoses heraus.
00:28:10: Hat mal eine Kamera in der Hand und so macht ein super Foto.
00:28:13: Das hätte ich jetzt aber nicht hingekriegt, weil man manchmal auch verkrampft in dieser ganzen Professionalität um die technischen ganzen Bedingungen zu erfüllen.
00:28:22: Es ist ja wieder die Herausforderung auch wieder locker zu werden.
00:28:25: Einfach gucken, was können wir jetzt noch mal anders machen?
00:28:29: Dann brauchst du dann einfach die extra Runde und
00:28:33: Zeit für.
00:28:33: Ich hab eine Schülerin, die war auch mit Podcasts, die Astrid aus gesundheitlichen Gründen zwei Wochen Pause machen müssen.
00:28:40: Und war voll so, mein Ansatz!
00:28:42: Das
00:28:42: gestern, wie ihr geschrieben hat, habe ich gesagt, nutze Gelegenheit des Anfangs.
00:28:48: Das kenne ich auch, wenn ich krank war oder nie länger nicht spielen konnte.
00:28:54: Es kommt selten vor, aber manchmal kommt das vor.
00:28:55: Dann spiele ich es zum ersten Mal und in dem Moment ist man superkreativ!
00:28:59: Wenn man hat dann auch ganz kurz den Moment des Anfängers... Der Super ist für mich auch.
00:29:05: Das kann man richtig sehen wie man jetzt nicht mehr genau weiß, wie das geht gerade kurz.
00:29:10: Aber dadurch, wenn man diese Naivität hat die für die Kreativität eigentlich eine Super-Boost ist finde ich immer.
00:29:17: Ja
00:29:17: total.
00:29:18: Da sind wir wieder bei der Begrenzung.
00:29:20: Aber ich hab grad gedacht, ja man ist Man hat das Gefühl, ich habe keinen Geländer mehr an dem ich mich so richtig festhalten kann.
00:29:29: Ich muss jetzt einfach kurz springen
00:29:30: und
00:29:31: schauen was passiert?
00:29:32: Und damit machen wir was da ist.
00:29:35: Ist nicht immer ein Garant, dass es gut wird?
00:29:37: Nein, aber es kann passieren.
00:29:39: Ich hab das auch mal gehabt bei einem Job.
00:29:41: Da war irgendwie das Licht reingekommen in die Kamera Und da waren dann die Seiten sozusagen, die Filme jetzt.
00:29:49: Das ist schon lange her.
00:29:51: War dann einfach so ein Lichteinfall und ich so ... das ist schlecht.
00:29:55: Dann habe ich aber die Kontakte noch mal durchgekommen.
00:29:59: Für den Artikel, das war auch für Brande I irgendwie echt cool.
00:30:02: Und der Addirektor Mike de Meré hat es sofort erkannt und hat eine Doppelseite draus gemacht.
00:30:06: Es war natürlich cool!
00:30:08: Also der Zufall und der Fehler, der mitspielt als andere Instanz eigentlich ist ja total gut.
00:30:16: Das ist aus einer menschlichen Ebene ne?
00:30:18: Also diese Entwicklung oder dieses Erfinden von was Neuem, wie oft ist das durch Fehler passiert?
00:30:24: Schon in der Naturwissenschaft.
00:30:25: Dass sie dann irgendwas über Nacht stehen lassen haben und plötzlich sind da irgendwie Bakterien gewachsen.
00:30:30: Und dann waren es plötzlich an die Biotika
00:30:31: und solche Sachen.
00:30:32: Ja,
00:30:33: Radioaktivität auch.
00:30:34: Genau!
00:30:35: Da gibt's so viele Beispiele... In der Kunst im Musik ist natürlich genau das Gleiche.
00:30:38: Dass sich durch solche Fehler Sachen
00:30:41: wahnsinnig
00:30:41: entwickeln können.
00:30:42: Dieser Aspekt ist bei der KI nicht richtig vorhanden, oder?
00:30:46: Die ist doch sehr ... Die nimmt ja nur was schon da ist.
00:30:48: Und wirklich perfekt wird das irgendwie zusammengestellt, aber ...
00:30:51: Also in die Süddeutsche hat mal eine große Strecke gemacht am Anfang der Kanäle.
00:30:55: Das ist jetzt schon irgendwie drei, vier Jahre her oder so ne?
00:30:58: Da wurden also auf Poms dann Menschen generiert und so weiter.
00:31:01: Dann hatten sie irgendwie sechs Finger oder irgendwie ... komische Augen oder.
00:31:05: es sah also richtig gruselig teilweise aus.
00:31:07: Und da haben die dann eine große Fotostrecke mitgemacht, also mit diesen Artefakten ja eigentlich und diese Missbildung wie aus einer Horrorwelt waren irgendwie von Paul McCarty, wenn er euch das sagt ist ein Skulptur macht einen Amerikaner der wirklich aus gruseln Welten erzählt.
00:31:25: so sahen sie aus und das war wieder interessant.
00:31:30: Ich mache nicht so viel diese generische KI.
00:31:33: Also ich habe selber mal Musik gemacht für mein Vater zum fünfundachzigsten Geburtstag, da wusste ich dann einen bestimmten Jazz-Style und man Dixieland... Da hab' ich Texte geschrieben und dann wurde dazu gesungen, da konnte man sich die Stimme aussuchen, die Musik und
00:31:48: es war ...
00:31:50: Ziemlich gut, ne?
00:31:51: Das ist für ihn nicht so gut.
00:31:53: Ja natürlich!
00:31:55: Wir wüssten
00:31:55: dich auch schon geschimpft, wenn mein Cover da hier bei der Marisa ist.
00:31:58: Absolut,
00:31:59: du darfst das ja auch.
00:32:00: Ich hab es jetzt nur für den Geburtstag gemacht.
00:32:02: Ich habe aber gesehen, mein Vater hätte besser gefunden ... Wenn ich das vor ... Also ich wusste auf einmal, er hätte das eigentlich toller gefunden, wenn ich so etwas gespielt hätte.
00:32:14: Bei allem Delentatismus eben,
00:32:16: ne?!
00:32:16: Absolut.
00:32:19: Also, es war so ein Gag und es hat auch den Gesprächsstoff.
00:32:23: Ist jetzt auch schon wieder zwei Jahre her oder so?
00:32:25: Was natürlich in KI-Zweiden
00:32:27: schon lange Zeit zu haben.
00:32:30: Aber ja das Imperfekte der Zufall ... Oder man kämpft mit den Kräften, mit der Schwerkraft.
00:32:39: Irgendwas fällt runter.
00:32:43: Das menschliche Missgeschickt einfach...
00:32:45: Ja genau!
00:32:46: Und der Ungang damit.
00:32:48: Ich frage
00:32:48: mich halt, ob die KI, wenn sie dann diese etwas spukigen Bilder da macht von diesen sechsfingerigen Menschen ... Was macht ihr denn damit?
00:32:57: Die entwickelt das ja nicht weiter, sondern wird eher versuchen, es zu perfektionieren und wieder richtiger zu machen.
00:33:02: Das ist mittlerweile schon längst korrigiert.
00:33:04: Es war jetzt auch so ein Thema Hände.
00:33:06: Hände sind in der Malerei schwierig, aber es ist auch in der KI wohl schwierig, die gut und überzeugend darzustellen.
00:33:13: Jetzt ist es schon sehr gut.
00:33:15: Ja genau!
00:33:16: Aber es hat eben nicht den Weg genommen, dass man gesagt hat okay ich kreiere jetzt neue Wiesen und das macht daraus eine eigene...
00:33:22: was weiß ich?
00:33:23: So wie die Süddeutscherin gesagt, geil da machen wir ein Kunstprojekt
00:33:25: raus.
00:33:25: Das war aber auch wieder
00:33:26: der Mensch, der gesagt
00:33:27: hat ich nehme das jetzt und ich mache daraus etwas Kreatives
00:33:30: ne?
00:33:30: Nein, ich warte, das war glaube ich einen Künstler, der dann... Genau,
00:33:33: ja.
00:33:33: Aber eben nicht die Kai selbst sondern
00:33:36: weißt du was ich mache?
00:33:37: Ja, dazu braucht's eben das menschliche Verständnis der Qualität eines Fehlers oder der Qualitet Ja, eines Fasines sozusagen.
00:33:45: Und das finde ich auch sehr ... Das hat viel mit Improvisationen zu tun.
00:33:49: Improvisorie heißt unvorhergesehen und dass wir mit dem Unvorhergesehen ... Meistens oder oft wird das Unvorheirgesäne gerade heutzutage als Fehler erlebt.
00:33:59: Dass man mit dem unvorheirsänen oben geht.
00:34:01: Spielweise kommt was anderes aus, als ich dachte.
00:34:04: Dann nehme ich alles a-ha!
00:34:05: Na schau mal, als Einladung?
00:34:07: Und nicht, oh Gott das wollte ich ja gar
00:34:09: nicht.
00:34:11: Es kommt immer auf die Aufgabenstellung an.
00:34:13: Perfektion kann auch eine Aufgabenstellung sein oder es kann ein Ziel sein.
00:34:17: also für uns diese Virtuosität oder die Perfektion anzustreben ist ja ein gutes Ziel.
00:34:23: eigentlich
00:34:25: Weiß ich nicht, Perfektion?
00:34:27: Doch weiß ich nicht.
00:34:27: Ja beides
00:34:28: in Kombination
00:34:30: oder?
00:34:30: Wir können ja nur scheitern darin.
00:34:33: Wobei wenn ich mir manchmal die Marmor-Skulpturen aus Griechenland oder was weiß ich angucken... Du guckst dir die an und denkst es ist perfekt!
00:34:41: Wie konnten sie aus Stein damals ohne Strom oder irgendwas diese Skulpturen
00:34:46: hinkriegen?
00:34:46: Werden Sie Fandens nicht perfekt?
00:34:48: Werten Sie haben auch
00:34:48: gefunden?!
00:34:49: Der See ist nicht gut.
00:34:50: Genau, stimmt auch!
00:34:53: Ja oder irgendwie
00:34:54: scheiße ich hab das eigentlich alles müde und irgendeiner hat's der Auftraggeber.
00:34:58: ja nö ist doch super Hora dass das stelle ich mir hier auf unter Michelangelo da wäre immer.
00:35:01: also ich sag so Scheisse schrecklich schreckliche Wetten.
00:35:06: Also, meine Erfahrung nach ist es so.
00:35:08: Man weiß es auch von Krolltrainer oder irgendwelchen Leuten, die super gut gespielt haben und die absoluten Helden waren nie zufrieden.
00:35:14: Je besser man wird, desto bescheierter wird man meistens
00:35:16: auch.
00:35:17: Ich glaube schon, dass es Momente im Leben eines Künstlers gibt wo man sagt das war jetzt auf dem Punkt.
00:35:22: Das war jetzt hundert Prozent.
00:35:24: also das ist bei Sport vielleicht ja auch so oder so?
00:35:27: Ist dann wirklich die Perfektion, die hundert prozent ist Perfektion mit eben genau diesem leicht nicht perfekten wie die so geil ist, dass es halt einfach besser ist als perfekt.
00:35:40: Der
00:35:40: perfekte Moment sozusagen der aber gar nicht die Perfktion ist sondern wo einfach alles irgendwie in einen anderen Griff macht.
00:35:46: das Licht, das Motiv... Die Geschichte?
00:35:49: Ja
00:35:50: und zu viel gewesen waren alle mal gerade zur rechten Zeit am rechten Ort und es hat halt eben gerade gepasst!
00:35:55: Und da hatte nichts damit zu tun bis ich perfekt vorbereitet hatte, die in der Perfektion abgeliefert hat.
00:36:03: Vielleicht hat es geholfen, dass man das zur Verfügung hatte oder dass man möglichst viel davon zu verfügen hatte um in dem Moment auch reagieren zu können auf den perfekten Moment sozusagen und auf die idealen Situation.
00:36:14: Da arbeitet man ja darauf hin, da arbeiten auch Sportler drauf hin, dass du in dem einen Moment das Tor triffst.
00:36:20: Das sieht vielleicht leicht aus aber dass du dann da stehst und das ein ... also das Tor machst Das ist ein großes Thema.
00:36:29: Aber ich meine, es ist ja auch so Maschine und so ... Ich nutze eine Maschine jetzt oder so?
00:36:36: Klar, die Maschine kann was besser als ich unter Umständen.
00:36:42: Ja aber dann bin ich gar nicht mehr da.
00:36:44: Wenn die Maschine etwas perfekt kreieren kann... Wofür bin ich noch gebraucht?
00:36:51: Da kommt wieder die menschliche Fehler sozusagen.
00:36:54: Wir werden es nie schaffen, perfekt zu sein.
00:36:56: Das kommt wieder ins Spiel!
00:36:57: Weil das ist ja das Tolle... ...das ist ja so einzigartiger was jeden von uns ausmacht.
00:37:02: Genau, genau, finde ich auch.
00:37:04: Also unsere Torstein neulich Praktikungen gemacht in einem Tonstudio
00:37:08: und hat doch ganz...
00:37:10: Klassisch, so zwei verschiedene Ansätze kennengelernt.
00:37:13: Das war so interessant!
00:37:14: Weil der eine, den er produziert hat... Er hatte eine fette Produktion gemacht wirklich mega beeindruckend super krasses Hauensfett ausproduziert und alles perfekt hingeschoben.
00:37:27: Also
00:37:27: jeder Atmer wird einzeln weggelöscht?
00:37:29: Genau.
00:37:29: Wirklich jedes.
00:37:30: und er sagte auch wenn wir einmal die Büchse der Pandora öffnen das die technischen Möglichkeiten sind also unglaublich du musst erst mal wieder stehen und dass du nicht sagst Ich mach jetzt alles, was geht.
00:37:38: Verstehst du?
00:37:39: Wo ziehst du da die
00:37:39: Grenze?".
00:37:40: Und sie meinten, das war krass, weil er einfach alles perfekt gezogen hat und irgendwie so in ihrem Gefühl warst du, wo ist denn jetzt die Seele hin?
00:37:49: Also es war wirklich ganz schön krass zu Ende produziert.
00:37:53: Der andere,
00:37:54: der da auch
00:37:55: produzierte, hatte einen ganzen anderen Ansatz, gehabt genau das Gegenteil
00:37:58: und
00:37:59: total gar nicht.
00:38:02: ruff lassen und möglichst kreativ damit umgehen.
00:38:05: Und gar nicht viel ändern, das ist natürlich ein komplett anderes Ergebnis.
00:38:09: Beide sind beeindruckend.
00:38:10: Aber
00:38:12: ich muss sagen, mir tendiere auch eher zu dem etwas Unbehauenere, finde ich also schon
00:38:18: klar was man...
00:38:19: Also um dieses unbehauende
00:38:21: vielleicht noch
00:38:22: zu unterstützen oder mehr hervorzubringen, find ich super dass man das irgendwie... Dass man das einfach schön mischt, dass es gut klingt, dass das irgendwie gut ins Szene gesetzt wird.
00:38:31: Aber ich finde dieses gerade Rücken und, weiß ich nicht ... Da hab' ich echt auch Schwierigkeiten.
00:38:37: Ich
00:38:37: glaub', das ist doch eine Persönlichkeitsfrage.
00:38:39: Total!
00:38:39: Weil du musst ja erst mal loslegen, sonst legst du los.
00:38:42: Ist mein Ziel jetzt perfekt zu sein?
00:38:44: Oder ist mein Ziel erstmal, möglichst viele Ideen hervorzubringen oder zu gucken was passiert?
00:38:49: Also du kannst dich auch selber lähmen mit diesen Idealen die man vielleicht nie erreichen kann.
00:38:54: Das kann auch ein riesiger Aufgabe sein so etwas hinter sich zu lassen.
00:38:58: der Perfektionist der dann auch mal aushält, dass es nicht perfekt ist.
00:39:02: Und derjenige, der vielleicht immer chaotisch ist ... Also kann man ein bisschen Struktur irgendwie mal reinbringen.
00:39:10: Als dienstleistender Fotograf muss ich eine gewisse Reproduzierbarkeit auch liefern, Ich kann es nicht im Zufall überlassen wie ein freier Künstler oder so.
00:39:18: Das
00:39:19: ist natürlich klar für den Job.
00:39:22: Es ist immer klar,
00:39:23: dass man
00:39:24: da irgendwie messbar gute Ergebnisse
00:39:26: bringen muss.
00:39:27: Ja das spielt natürlich auch eine Rolle wenn man jetzt sagt man nimmt einen gewissen Beruf an.
00:39:35: Aber dann ist es eben auch wieder wichtig, locker zu werden und zu sagen okay also ich lass mal los.
00:39:40: Also das ist das was ich zum Beispiel bei freien Projekten dann auch immer mache.
00:39:44: Wenn ich merke ich verkrampfe jetzt so sehr oder ich habe mir schon vorgestellt ich will die und die Fotos und so.
00:39:50: Das ist auch traurig.
00:39:52: dann aber da muss man auch sagen okay irgendwas kommt jetzt vielleicht vorbei.
00:39:58: Mein Plan wäre ein anderer gewesen.
00:40:00: Ich kann's entweder zwingen Aber es wirkt dann aus ... Man hat irgendwie Bauchschmerzen und das ist krampfig.
00:40:05: Und man sieht unsere Umstände in den Bildern, ne?
00:40:07: Ich kann das
00:40:08: total verstehen!
00:40:09: Ich auch.
00:40:09: Da war ich da bei meinem Cousin und hab ihn der British Columbia in den Bergen besucht.
00:40:14: Ich hab gesagt, ich will auch fotografieren.
00:40:15: Ich habe vor zwanzig Jahren, als sie letztes Mal da war, auch fotografiert analog noch.
00:40:21: Also, ich finde die Serie total schön geworden, weil ich fand alles schön da.
00:40:24: Ich fand alles gut, die ganze Unordnung, das ganze Haus.
00:40:28: Das ganze Leben stimmig und authentisch Und es war easy, ne?
00:40:34: Es war easy das zu fotografieren.
00:40:36: Du brauchst jetzt nichts mehr zu machen.
00:40:37: Fertig!
00:40:39: Kurz editiert, zack steht...
00:40:41: Ja, es gibt diesen Spruch aus dem Coaching oder so und es darf auch leicht gehen.
00:40:50: Ich bin ein großer Fan davon wenn's leicht geht.
00:40:52: Ich hab immer das Gefühl wenns zu schwer geht.
00:40:54: also ich habe auch geübt viel hart und versucht sich Dinge zu tun die ich nicht kann bis ich sie kann weil das heißt üben.
00:41:02: Aber an irgendeinem Punkt muss man auch sehen, was geht leicht?
00:41:07: Was funktioniert für mich?
00:41:08: Was kann ich
00:41:09: machen?".
00:41:11: Und das ist dann das, was man macht.
00:41:12: Das findet auch unsere Katze.
00:41:16: Schlaf weiter!
00:41:18: Ja also es ist mal dieser Wechsel zwischen Spannung und Entspannung.
00:41:22: Ich mache ja auch viel Yoga... Also da ist dann auch so eine Philosophie daraus.
00:41:26: Der Wechsel von Anspannung oder Entspannungen brauchen wir im Leben.
00:41:30: Ja, genau.
00:41:31: Wir werden nie immer hundertprozentachsam sein und immer nur entspannt rumzusitmen liegen wie vielleicht so eine Katze?
00:41:40: Das ist bei ihr gar nicht so.
00:41:41: Auch Entspanungen und Entspannen, die es auch in dem ständigen Modus wechseln.
00:41:48: Jede Geschichte hat das ja... Du brauchst auch die Ansparnung aufregen und dann löst sich's auf jede Kadenz Spannung, Entspannung die ganze Zeit.
00:41:58: Deswegen ist
00:41:59: es auch nicht egal wie man jetzt zum Thema Cadence und Homonie
00:42:02: noch mal... Wie war jetzt die Akkorde
00:42:04: aneinanderreiht?
00:42:05: Weil du kannst... Es gibt da unfassbar also unbegrenzte Möglichkeiten!
00:42:09: Du kannst nach jedem Akkord, egal welchen anschließen.
00:42:11: das wird irgendwie funktionieren.
00:42:13: aber
00:42:14: dieser Moment
00:42:15: des
00:42:15: Spannungsaufbaus und Spannungen Abbaus, das ist echt die Kunst, die feine Klingel.
00:42:19: wenn du das schaffst, dann kriegt das plötzlich eine Richtung und das Ohr wird mitgenommen, Geschichte wird erzählt Und genau, also nur mal kurz.
00:42:26: Absolut!
00:42:27: Wie man das Kunstvoll macht, da haben wir noch letztens über eine Jazz-Danna geredet auch beim Workshop wo die Jungs gesagt haben, oh ist das schlecht?
00:42:33: Das Lied.
00:42:33: Weißt du noch Georgi hat gesagt Gott ich hasse dieses Lied Ich mag es eigentlich ganz gerne.
00:42:38: aber du hast auch gesagt naja das ist halt so collagenmäßig der wird einfach hinten dran gepackt tut wenn wir den akkord ohne Grund und das stimmt dass merkt man irgendwie
00:42:46: ja.
00:42:47: Aber ich meine, ihr als Musiker müsst euch auch immer tunen.
00:42:49: Ihr müsst ja in irgendeiner inneren Verfassung sein um etwas dem Publikum rüberzubringen.
00:42:56: Also ihr seid ja live.
00:42:57: Wegen der Live-Performance?
00:42:58: Ja eine Live-Pereformance.
00:42:59: Das ist nämlich auch
00:43:00: sehr herausfordernd!
00:43:01: Ich habe das
00:43:02: öfters
00:43:03: wenn es mehrere Konzerte hintereinander sind.
00:43:05: Am Anfang bist du dann voll
00:43:07: inspiriert und irgendwann merkst du so...
00:43:10: ...ich kann doch jetzt nicht schon wieder das Gleiche.
00:43:12: Also, da mischt sich dann so eine komische Perfektion.
00:43:16: Komischer Perfektionsanspruch mit so einer Gelangweiltheit die dazu führt dass man nicht mehr inspiriert ist weißt du?
00:43:23: Ja absolut!
00:43:24: Das ist ganz komisch
00:43:24: irgendwie.
00:43:25: Die Kunst ist dann dazu zu sagen nee ich mach das für die Leute und die waren es zum ersten Mal.
00:43:29: Das muss jetzt gar nicht peinlich sein, dass ich das normal spiele weil für die ist es ganz neu und ich darf mich trotzdem darauf einlassen und solche Sachen halt.
00:43:36: ne.
00:43:37: Also
00:43:37: das ist eine sehr interessante Frage oder ein sehr interessantes Thema, weil beim Musikmachen gibt es zwei verschiedene Arten, damit ich das aufnehme und das live spielen.
00:43:46: Und das Live-Spielen, das Aufnehmen hat nichts miteinander zu tun.
00:43:49: Das sind zwei komplett verschiedene Arbeiten.
00:43:53: Weil beim Live spielen musst du dich hinstellen und musst von A bis Z einmal durchdeklimieren können, durchaus extra ziehen und es müsste passieren!
00:44:00: Also dafür braucht man dann auch eine gewisse Perfektion Die ich auch schenze und die ich finde, dass man haben sollte eigentlich auch wenn man nur aufnimmt.
00:44:10: Aber das muss man nicht!
00:44:12: Man kann es auch anders machen.
00:44:13: Man kann sozusagen nur die Aufregung der Kunst betreiben und das auf ein ganz hohes Level bringen und dann halt live das eben nicht machen oder live es vereinfachen.
00:44:24: In vielen Hinsichten macht man das heute aber trotzdem.
00:44:27: Dass man sagt eine Aufnahme muss immer ein bisschen höheres Perfektion das Level erreichen als eine Live-Perform, wenn es das haben kann.
00:44:34: Aber was du sagst mit dem Touren ist zum Beispiel so.
00:44:36: man kann auch von der Tour zum Beispiel... Das habe ich auch so erlebt Mit einem Pianist, mit dem ich gespricht hab, der mir Steine in den Weg legte, wenn er gemerkt hat Ich fange an mich zu wiederholen Der versucht halt das zu verhindern und gedacht hat, ich möchte von ihm Hilfe bloß nicht wiederhol'n.
00:44:51: Und mit anderen Beinen, also mit Piorerspen zum Beispiel, haben wir's eher so gemacht dass es eher darum geht das zu perfektionieren.
00:44:57: und da haben wir oft das Gefühl, dass erst im dritten Konzert sind wir da wo wir eigentlich hin wollen.
00:45:02: Weil natürlich hören die Leute das immer zum ersten Mal und die Leute haben mehr davon wenn es ist tiefer und intensiver und ausgecheckter erleben die der Bogen sich dann eben spannt und das ist ja auch eine Kunst.
00:45:18: Und da gibt es sozusagen eine Perfektion, dann in der Live-Performance, die man dann da sozusagen suchen kann.
00:45:24: Das hat mich begonnen sehr zu interessieren.
00:45:27: Es geht ein bisschen weg von dem improvisatorischen Moment, wo der Klinis gesagt hat, ich muss auf jeden Fall in diesem improvisatorische Ding bleiben weil nur dann ist es kreativ und dann ist das auch gut.
00:45:39: Deswegen hat er das glaube ich gemacht und das verstehe ich auch eine Berechtigung, aber das sind sozusagen zwei verschiedene Pole zwischen denen man sich selbst irgendwo positionieren muss.
00:45:48: Bin ich eher so oder bin nicht eher so?
00:45:51: Und es ist auch ein bisschen Geschmackssache
00:45:52: und
00:45:53: da gibt's finde ich keine richtigen und falsch sondern das hat mehr was mit einer individuellen ja im Verständnis diese Materie zu tun.
00:46:01: Ja wobei das Publikum natürlich immer das nicht vergleichen kann nur ihr könnt das ja vergleiche als Teilnehmende sozusagen.
00:46:12: Ich glaube, das ist dann was anderen reizen kann daran.
00:46:15: Dass man eben nicht wiederholt, sondern dass man das in die Tiefe immer noch
00:46:19: verstärkt.
00:46:20: Ich spiel halt das Gleiche so.
00:46:23: Wenn das in
00:46:24: die andere Richtung geht, ist es schlecht?
00:46:25: Und ich kann diesen Funken gar nicht wiederholen, der da war!
00:46:28: Nein, wenn das andere passiert ... Also wenn du quasi wiederholst und es fängt dich an zu langweilen...
00:46:34: Das ist natürlich eine Problematik, die ich jetzt zum Beispiel gar nicht so habe in der Form wie ihr sie habt.
00:46:40: Ihr müsst immer wieder diese Auftritte machen.
00:46:46: Ja, das ist was ganz anderes als bei mir oder so.
00:46:50: Das ist ja ein gewisser Glück des Moments, den ich einfangen muss.
00:46:54: Wo auch alles zusammenkommen muss, wo ich soweit alles vorbereiten muss damit etwas passieren kann.
00:46:58: und das fange ich ein und dann war es das.
00:47:00: Aber
00:47:01: Inspiration brauchst du auch?
00:47:02: Wenn nicht da ist, hilft es auch nichts.
00:47:05: Die kann man sich natürlich auch von anderen holen oder zwischendurch Ja, aber auch da ist es immer wieder der Herausforderung so mal leer zu werden und zu sagen okay jetzt was ist eigentlich mein Ansatz?
00:47:16: Und was habe ich eigentlich für tausende von Bildern in Kopf vom anderen oder von mir schon.
00:47:20: Oder das hab' ich schonmal so gemacht.
00:47:22: Das kommt natürlich auch mit bin jetzt achtundzwanzig Jahre selbstständig.
00:47:25: manche Sachen denke ich so ok das habe ich jetzt schon öfter mal so gemacht Aber mich langweils noch gar nicht.
00:47:31: also Ich bin immer noch, ich habe immer noch Lust zu fotografieren aber ich merke natürlich auch manchmal OK Jetzt habe ich das gleiche Motiv schon oft fotografiert und so.
00:47:38: Es ist immer wieder gut, sich aus einer Routine rauszubringen, sich neu herauszufordern.
00:47:45: Aber das ist für euch als live Musiker, ich kenne es jetzt, weil ich auch Yoga unterrichte.
00:47:50: Da ist es dann manchmal so, dass ich auch so denke ... Was merken die?
00:47:54: Ich hab mich gerade vorhin geärgert im Büro über irgendetwas und das ist natürlich in mir.
00:48:00: Und eigentlich soll ich den ja Entspannung bringen oder nicht.
00:48:04: Ich glaub, die Leute merken mehr, als sie vielleicht auch bewusst wissen.
00:48:09: Oder vielleicht auch, als ich weiß, dass sie das merken.
00:48:13: Das ist natürlich auch so eine Sache.
00:48:14: Und was ich auch mal hatte am Anfang, das ist jetzt das einzig Vergleichbare, was ich jetzt mit auftritten vor euch habe ... Am Anfang als ich unterrichte, hab ich ja... Ich kann das jetzt hier nicht!
00:48:25: Also es ist furchtbar und ich würde am liebsten rausgehen und aufhören.
00:48:29: Du musst einfach weitermachen und das habt ihr wahrscheinlich am Anfang oder zwischendurch vielleicht öfter.
00:48:35: Es gibt dir nur einen Weg nach vorne, du musst halt durch.
00:48:38: Du hast ein Fehler gemacht.
00:48:39: haben die anderen vielleicht gar nicht gemerkt?
00:48:41: Aber dich bringst du vielleicht aus dem Konzept.
00:48:43: Ich weiß nicht, ob so was dann auch immer noch passiert?
00:48:47: Ja, aber lernt damit umzugehen.
00:48:49: Irgendwann hat man seine Rezepte und muss sich Sachen verzeihen weil es bringt ja nichts.
00:48:54: In dem Moment wo du dich drüber ergerst machst du den nächsten Fehler oder kommst du aus einem Konzept
00:48:59: oder
00:48:59: irgendwie ein bisschen verteilen muss man sich schon können.
00:49:04: Ja klar!
00:49:05: Also egal, ob sie jetzt unterrichten ist oder live.
00:49:11: Wenn ich unterrichte, krieg immer Lust dadurch.
00:49:16: Es gibt oft den Moment, dass ihr keinen Bock habt auf die Stunde oder auf den Kurs und es ist aber jetzt halt angesetzt und da kasset keine Wahl.
00:49:25: Und wenn ich trinke, dann bin ich total bock, weil man einfach mit echtem Menschen zu tun
00:49:29: hat.
00:49:30: Weil man einen Bedürfnis erfüllt, das sieht man.
00:49:34: Die freuen
00:49:34: sich ja
00:49:34: immer, dass sie das bekommen.
00:49:35: Das ist sicher auch deine Jugarschülerinnen ... Man gibt ja was, und da kommt dann so viel Dankbarkeit zurück.
00:49:43: Ist denn so schön?
00:49:44: Das ist wieder egal, das finde ich.
00:49:45: Also hab ich selten erlebt, dass das Gefühl wirklich angehalten hat von wegen ... Dass man vielleicht am Anfang mal, dass man kurz keinen Bock hat, das kenne ich schon.
00:49:55: Aber aber dann geht nie weg irgendwie.
00:49:58: Es geht immer weg also es bleibt nie da.
00:50:00: Das ist mein Erfahrung.
00:50:02: Ja, ich bin davon, kommt jetzt ein Flow auch rein
00:50:10: Klar, es kann natürlich auch mal passieren.
00:50:11: Dass irgendwie ... Es nicht überspringt oder so.
00:50:14: jetzt sind aber sehr spezifische Situationen, die ein bisschen unterschiedlich
00:50:18: sind.
00:50:18: Vielleicht ja?
00:50:19: Ich lasse mal kurz die Katze raus.
00:50:20: Die Katze
00:50:22: weiß nicht, wie sie das so findet!
00:50:25: Du wirst draußen in den Regen gehen.
00:50:27: Gehligiert
00:50:29: aus!
00:50:29: Geh mit Gott,
00:50:30: aber geh!
00:50:30: Jetzt ... Nein, nein, sieh mir mehr auf.
00:50:36: Ja,
00:50:36: dann hör auf zu schreien.
00:50:40: Ist die Frage, ob sie diese Sprache versteht.
00:50:46: Ich muss sagen
00:50:46: mit meiner Masterclass muss ich noch
00:50:47: mal kurz erwähnen.
00:50:49: da haben
00:50:49: wir ja so ein Programm was sich quasi wie so spiralförmig wiederholen.
00:50:54: also man lernen quasi spiral für mich immer wieder ähnliche Sachen.
00:50:57: deswegen ist thematisch wiederholt sich das eben tatsächlich vielleicht bei dir auch beim Yoga weiß ich nicht aber man kommt doch immer wieder an den gleichen Punkten vorbei.
00:51:05: Und dann denke ich mir auch manchmal, ob ich auch so gedankt bin.
00:51:08: Die kennen das doch alles schon und es muss irgendwie voll langweilig sein.
00:51:12: Natürlich bereite ich trotzdem jedes Jahr neu vor und gucke was ich noch für neue Aspekte reinbringen kann... ...und dann merke ich irgendwie ne, dass
00:51:18: ist gut!
00:51:19: Das ist auch gut habe ich festgestellt.
00:51:22: Dinge öfters zu hören.
00:51:23: Dieses, man denkt mal wieder, holt sich irgendwie?
00:51:26: Das wissen die doch alle schon und merkst du nie!
00:51:29: Da hat er es
00:51:29: noch gar nicht angekommen.
00:51:31: Das haben die zwar gehört
00:51:32: aber das ist noch lange nicht verankert irgendwie.
00:51:35: Ja das muss vertiefen.
00:51:36: Und mit der Zeit merke ich auch, dass man kriegt dann auch eine Sicherheit nennen.
00:51:41: Dass man merkt, das ist gut was du machst, das is gut was Du gibst.
00:51:44: Es hilft den Leuten, die werden besser.
00:51:47: Man kann nur unterstützen und einen Raum schaffen, in dem sie sich neu kennenlernen oder erfahren.
00:51:55: Man kann's eh nicht für Sie machen!
00:51:56: Also machen müssen Sie es eh selber.
00:51:59: In der Wiederholung ist das die Vergleichbarkeit.
00:52:01: Letzte Woche konnte es vielleicht schlechter und diese Woche kannst du es gut oder andersrum?
00:52:05: Das ist ja in sich schon eine Erfahrung.
00:52:07: Das kannst du nur machen, indem du das gleiche.
00:52:10: Und aus dem Laufe des Lebens ist das Ganze auch noch mal, wenn wir sagen Perfektion.
00:52:14: Man isst auf den Punkt, man isst irgendwie fit, man ist hundert Prozent und hat vielleicht die Möglichkeiten in die Jobs usw.
00:52:22: Das alles wird sich ja auch verändern.
00:52:23: Also mit zunehmendem Alter verändern sich wieder die Herausforderungen von so einem Leben und die Situationen.
00:52:30: und was die Gesellschaft von allem will... Die technischen
00:52:32: Möglichkeiten?
00:52:33: ...die eigenen Möglichkeiten natürlich auch.
00:52:35: Die technische Möglichkeiten verändern sie sich auch noch aber den Körper sehr stark als Instrument hat.
00:52:41: Gestern habe ich so ein kleines Schnipsel von Phil Collins, der irgendwie eine Wirbelsäulenverletzung hat und dann nicht mehr Schlagzeug spielen kann.
00:52:52: Und da hab' ich auch gedacht ja!
00:52:54: Da ist was zu Ende gegangen.
00:52:56: Und wie glücklich war er, als sich das noch alles konnte?
00:52:59: Wie der Körper dann auch so stark diese Grenze setzt.
00:53:03: Aber auf der anderen Seite habe ich hier von Nils Fram, die hat dieses wunderbares Cruise-Album gemacht.
00:53:07: Der Pianist hatte eine Verletzung am Daumen, hat gebrochen und hat den geschehen gehabt.
00:53:14: Und hat dann mit neuen Fingern gespielt.
00:53:18: Das wurde auch geschraubt, deswegen Screws.
00:53:21: Hat ein tolles Album gemacht, sogar neun Stücke wie Neunfinger.
00:53:26: Das hat er kostenlos ins Netz gestellt.
00:53:29: Dann hat die Leute aufgefordert was Eigenes zu machen damit entweder ... Fotos oder Grafik, oder Filmchen.
00:53:36: Also es wurde dann aus diesen sozusagen Fehler oder diesem Hindernis wieder was ganz anderes und nicht nur für sich selber also ist echt ein schönes Album schon lange her aber auch für andere.
00:53:51: Bitte
00:53:52: die Begrenzung, ne?
00:53:53: Ja und auch Ermutigung geben.
00:53:55: Weil auch Grenzen nicht unbedingt ein Hindernis sein sollen.
00:53:59: Genau!
00:54:00: Die Grenzen ermöglichen
00:54:01: ja
00:54:01: manchmal erst Kreativität.
00:54:03: Du musst damit umgehen wie du schon gesagt hast.
00:54:05: man muss sich dann im Reiben arbeiten damit dieser Grenze.
00:54:10: Das grenzenlose was man vielleicht in der KI irgendwie hat oder glaubt zu haben ist für uns eine Überforderung.
00:54:20: Gerade ich meine, ihr habt Kinder.
00:54:22: Die müssen ja auch erst mal gucken, wer bin ich hier in diesem Punkt im Universum?
00:54:26: In diesen Raumzeit-Kontinue um und was ist eigentlich mein Beitrag?
00:54:30: Und sie haben alle Möglichkeiten durch euch.
00:54:32: aber das ist auch schwierig glaube ich.
00:54:36: herausfordern als vielleicht jetzt irgendwie... Das habe ich bei dieser Fußballweltmeisterschaft von ja diese Pause da war ja Shakira irgendwie in der Tanz und die hat dann mit so Kinder aus Afrika, die da getanzt waren.
00:54:51: Und das hab ich hinterher erst gesehen ... Das sind so Ghetto-Kids, die haben in Uganda irgendwo auf dem Dorf, haben die immer so Choreografien eingeübt und haben das dann online gestellt und sind weltberühmt geworden und sind von Shakira jetzt gebucht worden nach Amerika geflogen worden
00:55:07: usw.,
00:55:07: und das haben sie natürlich auch mit Instagram auch zelebriert und so.
00:55:11: Ich hab noch gedacht was für eine Cheesy Show und so.
00:55:14: aber für die war das das Lebensereignis.
00:55:18: Die waren so voller Freude und so lebendig.
00:55:24: Nicht nur in der Show, sondern auch ... Sie sind die auf ihrem Account da?
00:55:27: Cool!
00:55:28: Und die Begrenzung hat sie überhaupt nicht begrenzt sozusagen.
00:55:30: Also hat sie nicht
00:55:31: klein gehalten.
00:55:32: Genau ja.
00:55:33: Cool.
00:55:34: Tolle
00:55:35: Geschichte, ja.
00:55:35: Ich glaube auch das Leben bringt noch sehr viel.
00:55:38: bei den Grenzen weiß ich auf jeden Fall dass die Katze lernen muss nicht auf dem Tisch zu dürfen.
00:55:46: Und beim Leben weiß ich dass ein Leben ohne Jazz auf jeden Fall egal, wie alt man wird oder wie es sich verändert zwar möglich ist.
00:55:55: Aber sinnlos!
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